Drogenring in OÖ ausgehoben:
Mindestens 20.000 Stück Ecstasy verkauft
- Zusätzlich rund 1,6 Kilo Amphetamine geschmuggelt
- Schwarzmarktwert von 350.000 Euro
Ein Schlag gegen den organisierten Drogenhandel ist den oberösterreichischen Sicherheitsbehörden gelungen. Insgesamt 20 Personen wurden ausgeforscht und festgenommen, die mindestens 20.000 Stück Ecstasy und 1,6 Kilo Amphetamine nach Österreich geschmuggelt haben. Das gab die Sicherheitsdirektion in einer Presseaussendung am Dienstag bekannt. Das Suchtgift mit einem Schwarzmarktwert von rund 350.000 Euro fand Abnehmer in Teilen Oberösterreichs sowie in Wien und Salzburg.
Im Oktober vergangenen Jahres langten bei verschiedenen oberösterreichischen Gendarmerieposten und bei der Suchtgiftgruppe der Bundespolizeidirektion Linz mehrere Hinweise ein, dass bei Technoveranstaltungen und in Großdiscotheken hochwertiges Ecstasy verkauft werde. Die Arbeitsgruppe "Feeling" wurde daraufhin eingerichtet. Im Zuge der Ermittlungen, die rund drei Monate dauerten, wurden 20 Kuriere, Dealer und Subdealer dingfest gemacht.
Als Hauptverdächtiger konnte ein 21-jähriger Arbeitsloser ausgeforscht werden, der die Drogen nach Österreich schmuggelte oder Kuriere einsetzte. Einer der Dealer soll nach Angaben der Fahnder erst 17 Jahre alt sein. Woher das Suchtgift stammt, könne vorerst nicht gesagt werden, erklärte Christian Grufeneder, Sprecher der Polizei Linz, auf Anfrage der APA. Ecstasy werde häufig in den neuen EU-Mitgliedsstaaten hergestellt, vor einigen Jahren sei aber auch beispielsweise ein Labor in Linz aufgeflogen.
Die Drogen wurden stets in Autos hinter Türverkleidungen oder im Motorraum unter Abdeckungen versteckt. Mit dem Verkauf hätten sich die Tatverdächtigen ihren Lebensunterhalt verdient, so die Ermittler. Das Suchtgift fand mindestens 100 Abnehmer.(apa/red)
