Unfall bei 2. Bergfahrt in Linz: Garnitur der Pöstlingbergbahn springt aus den Schienen
- Eisbrocken wirkte wie ein Keil - Bremse versagte
- Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet
Eine Garnitur Linzer Pöstlingbergbahn ist Dienstag früh entgleist. Bei der zweiten Bergfahrt des Tages sprang das Fahrzeug plötzlich aus den Schienen. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Als Grund nannte der Betreiber Linz AG eine Vereisung der Oberleitung, zusätzlich funktionierte die Bremse wegen eines Eisbrockens nicht mehr.
Der Zwischenfall ereignete sich gegen 6.00 Uhr. Die Garnitur sprang während der Bergfahrt zirka auf halber Strecke aus den Schienen und kam schließlich auf dem Schienenbett zum Stehen. Zum Zeitpunkt des Unfalls befand sich nur der Fahrer im Wagen, er blieb unverletzt. An der Garnitur entstand nach Auskunft der Linz AG geringer Sachschaden.
Eine Verkettung mehrerer Umstände führte zu dem Unfall: Durch eine Vereisung der Oberleitung wurde die Stromzufuhr zur Garnitur unterbrochen, das Fahrzeug rutschte talwärts. Zwischen Rad und Schiene bildete sich ein Eisbrocken, der wie ein Keil wirkte. Dadurch habe die Bremse nicht mehr gewirkt, erklärte Firmensprecherin Karin Penn. Dies sei der erste derartige Zwischenfall seit Inbetriebnahme der Pöstlingbergbahn im Jahr 1898.
Das Unternehmen richtete einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein. Am Vormittag wurden Reparaturarbeiten an der Weiche und der Oberleitung durchgeführt. Am Nachmittag sollte die Bahn wieder ihren den Betrieb aufnehmen, so die Linz AG.(apa)
