Wehrdienst-Streit zwischen ÖVP und FPÖ eskaliert: Lässt Haider Koalition platzen?
- 'FPÖ wäre gut beraten, sich auf Neuwahlen einzustellen'
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Nach Haupt-Abgang haben
die Haiders Partei im Griff
Der Kärntner Landeshauptmnann Jörg Haider (F) hat augenscheinlich nicht vor, nach dem Alleingang der ÖVP in Sachen Wehrdienstverkürzung zur Tagesordnung überzugehen. Man werde ein derartiges "Foul sicher im Gegenzug machen". Angesichts der dann folgenden Reaktion des Koalitionspartners ÖVP "bereiten wir uns auf Neuwahlen vor", sagte Haider am Dienstag in Klagenfurt.
Als ein Beispiel für die seiner Meinung nach unfaire Behandlung durch die ÖVP nannte Haider vor Journalisten den Umstand, dass Vizekanzler Hubert Gorbach (F) zwar "zu 100 Prozent" für die ÖBB zuständig sei, aber trotzdem mit dem Koalitionspartner in ÖBB-Personalangelegenheiten verhandelt habe. Gorbach sei im Gegensatz zur ÖVP nämlich "fair" gewesen und deshalb sei auch "der ÖVP-Mann" Wolfgang Reithofer Aufsichtsratschef der ÖBB geworden. Auch mit Martin Huber sei "ein deklarierter ÖVP-Mann" ÖBB-Generaldirektor geworden.
"Die FPÖ wäre gut beraten sich auf Neuwahlen einzustellen", sagte Haider. Er bekundete aber gleichzeitig seinen Willen, die volle Legislaturperiode in Kärnten bleiben zu wollen, "soweit es in meiner Macht steht".
(apa/red)
