Trotz der Hurrikans: Die Karibik-Inseln
können sich über Touristen-Boom freuen
- Mehr als 15 Prozent lebt von den ausländischen Gästen
- Vor allem Kreuzfahrten liegen jetzt voll im Trend

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Trotz der verheerenden Hurrikansaison im Jahr 2004 konnte der Fremdenverkehr auf den karibischen Inseln weitere Erfolge verbuchen: Drei Jahre nach 9-11 hat der Tourismus den Ferienzielen weiteren Aufschwung gebracht. Zu den Gewinnern zählen insbesondere die Reedereien und Anbieter von Kreuzfahrten. Sie haben im Vorjahr um zwölf Prozent auf mehr als 20 Mio. Passagiere zugenommen.
Mehr als 15 Prozent der karibischen Bevölkerung lebt vom Tourismus, in manchen Ländern sind es sogar bis zu 50 Prozent. Die Caribbean Tourism Organisation mit dem Sitz in Barbados berichtet, dass die 32 Länder, die der Organisation angehören, von einem Wachstum im Vergleich zum Jahr 2003 um sechs Prozent auf mehr als 21,6 Mio. ausgehen. Die endgültigen Zahlen stehen derzeit noch nicht fest. Die Caribbean Hotel Association geht davon aus, dass der Boom auch im Jahr 2005 anhält.
Tourismus wirtschaftlich wichtig
Tourismus fettet auch das Bruttosozialprodukt vieler kleiner Inselstaaten auf: So fallen 75 Prozent des BIP Antiguas auf den Wirtschaftszweig Fremdenverkehr. Ähnlich hoch liegt auch der Anteil des Tourismus auf den British Virgin Islands, einem luxuriösen Fremdenverkehrsziel. In zehn Inselstaaten macht Tourismus zwischen 25 und 50 Prozent des BIP aus, in vier zwischen 50 und 75 Prozent.
Schäden durch Hurrikans
Trotz des "Blockbusters" von Wirbelstürmen im Jahr 2004 - insgesamt haben sechs schwere Hurrikans die Inseln getroffen und schwere Schäden auf Grenada, Jamaika, den Cayman Inseln, der Dominikanischen Republik, Haiti und den Bahamas verursacht - war das Jahr 2004 für den Tourismus ein Erfolg. Nach Angaben einer UN-Agentur beliefen sich die volkswirtschaftlichen Schäden auf rund 5,7 Mrd. Dollar. Allein in Haiti sind mehr als 3.000 Menschen an den Folgen eines Hurrikanes gestorben. (pte)
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