Unfälle beim Rodeln und Eislaufen sind vermeidbar: "Sicher Leben" gibt Tipps
- Kinder sollten beim Wintersport einen Sturzhelm tragen
- Rodel-Fahrten in der Dunkelheit sind zu vermeiden

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9.300 Menschen blieben 2003 beim Rodeln oder Eislaufen in Österreich auf der Strecke, sie verletzten sich so stark, dass sie ins Spital eingeliefert werden mussten - warnt das "Institut Sicher Leben" und gibt Tipps, wie es möglich ist, Unfälle künftig zu vermeiden.
Ob klassische Holzschlitten, Rodel oder Plastikbobs - die fahrbaren Untersätze sind meist schlecht steuerbar, vor allem bei eisigen Bodenverhältnissen. Rund 4.900 Personen fanden sich deshalb 2003 statt auf der Piste in einem Krankenbett wieder. 29 Prozent davon verunglückten nach 19 Uhr beim riskanten Nachtrodeln: Die waghalsigen Aktionen sind oft Abschluss von feuchtfröhlichen Hüttenabenden - Alkohol, mit mehreren Personen überbeladene Schlitten und nächtliche Sichtverhältnisse geben dann einen gefährlichen Mix.
Straßen und Forstwege meiden
Doch nicht nur bei der Tageszeit, sondern auch bei der Piste sollte man wählerisch sein: Forstwege mit starkem Baumbestand oder schneebedeckte Straßen bergen mehr Gefahren als Vergnügen: Über 400 aller Verunfallten krachten 2003 an Baumstämme, etwa 300 an Zäune oder Pfosten. Besondere Vorsicht ist bei aufblasbaren Rodeln geboten: Deren große Auflagefläche lässt nur ein geringes Eintauchen in den Schnee zu - sie werden folglich sehr schnell.
Für Kinder gilt: Helm auf!
Gerade für Kinder haben die scheinbar leicht praktizierbaren Wintervergnügen ihre Tücken: Allein im Jahr 2003 haben sich mehr als 300 Kleinkinder unter fünf Jahren beim Rodeln verletz, davon 33 Prozent am Kopf. Ein gut sitzender Ski- oder Eishockeyhelm mindert das Risiko für Kopfverletzungen um 85 Prozent. (red)
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