Auferstehung einer Kult-Bar: Für FORMAT war Herbert Hacker zu Gast im "Castillo"
- Anlaufstation für Großstadt-Grübler & Nacht-Neurotiker
- Der Gourmet-Kritiker über einen gelungen Neustart

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Herbert Hacker besuchte für FORMAT die neue Bar
Die Castillo-Bar Americano in der Wiener Biberstraße hat schon einiges hinter sich. In grauen Urzeiten galt die Tränke als Kultstätte unter American-Bar-Freaks, irgendwann schied der Namensspender Castillo aus, etwas später mutierte das Lokal zu einer Mischung aus Bar und französischem Bistro. In dieser Zeit sorgte Severin Corti, Sohn des legendären Regisseurs Axel Corti, für eine in Wien überraschend gute französische Küche.
Zuletzt sackte die Bar freilich in die völlige Bedeutungslosigkeit ab, für einige Monate wurde sie sogar ganz dichtgemacht.
Neustart
Jetzt versucht ein früherer Barkeeper einen Neustart. Und der scheint ihm auch tatsächlich zu gelingen. Die Atmosphäre ist besser denn je, auch die Qualität der Drinks konnte unter der neuen Führung gesteigert werden. Bis auf einen Clubsandwich gibt es allerdings keine Küche mehr, dafür ist das flüssige Angebot umso beachtlicher. Es reicht von Klassikern wie Americano, Caipirinha, Gimlet, Martini und Whisky Sour über Daiquiris, Hot Drinks, Punches, Coladas bis zu Single Malts, Irish Whiskeys und einigen guten Rums. Auch Weintrinker können aus einer kleinen, aber brauchbaren Weinkarte wählen.
Anlaufstation für Großstadt-Grübler
Wegen der wechselhaften Besitzverhältnisse der letzten Jahre wurde auch die Inneneinrichtung im Lauf der Zeit des Öfteren geändert. Die jetzige Version ist jedenfalls für eine Bar dieser Art durchaus stimmig, weshalb das Castillo nun in der wieder auferstandenen Version zu den erfreulichsten Anlaufstationen für Großstadt-Grübler, Nacht-Neurotiker und Lebens-Junkies zählt.(red)
Name: Castillo-Bar
Adresse: 1010 Wien, Biberstraße 8, Tel.: 01/512 71 23
Öffnungszeiten: Mo-Sa 18-2 Uhr früh
Preise: Drinks und Cocktails von 7 bis 9 Euro
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