Bormio 2005: Die WM der Superlative
- Hermann Maier: Wie der Superstar nach Gold greift
- PLUS: Großes Extra-Heft zur Ski-WM 2005 in Bormio

Punktgenau: Rechtzeitig vor der WM ist Hermann Maier auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Sein Geheimtraining für Bormio und wie er sich für die Medaillenjagd heiß macht.
Startklar: Gibts zum WM-Auftakt am Wochenende im Super-G gleich einen Goldregen für die ÖSV-Asse? Wie Renate Götschl & Co im Sog von Maier siegen wollen.
Eigentlich hätte es eine rauschende Feier ganz nach dem Geschmack von Hermann Maier werden können bis in die frühen Morgenstunden. Doch der Salzburger zischte nach seinem grandiosen Super-G-Sieg vergangenen Montag in Kitzbühel nur ein kleines Bier, um die bevorstehende Dopingprobe besser absolvieren zu können. Unmittelbar danach fuhr er zurück in seinen Heimatort Flachau. Mit den Gedanken war der Herminator zu diesem Zeitpunkt schon ganz woanders. Längst hatte er schon seine innere Uhr auf das Unternehmen Gold in Bormio umgestellt.
Nur 24 Stunden später saß der Skikaiser im Olympiastützpunkt Obertauern schon wieder auf dem Fahrrad-Ergometer und spulte routinemäßig sein Kraft-Ausdauer-Programm herunter. Punktgenau zum absoluten Saisonhöhepunkt, der Ski-WM in Bormio (28. Jänner bis 13. Februar) hatte er seinen insgesamt 48. Weltcupsieg eingefahren und den Konkurrenten wohl endgültig alle Hoffnungen geraubt, dass er sich in diesem Winter vielleicht nicht in Bestform befindet. Wer Maier kennt, weiß, dass Kitz erst der Anfang war. Maier: Dieser Erfolg war längst fällig. Ich bin in einer körperlich besseren Verfassung als im Vorjahr. Mir fehlt eigentlich nur noch das Gefühl, wieder leicht zu siegen. (Siehe Interview im neuen NEWS)
Dreimal Gold? Mit dem Sieg in Kitzbühel steigen automatisch die Erwartungen der Fans und auch der Öffentlichkeit für Bormio. Plötzlich ist sogar von drei Goldmedaillen die Rede, die Maier in Italien abstauben könnte. Das weiß Maier selbst am besten, auch wenn er versucht, dieses Thema bewusst runterzuspielen. Zweifellos ist seine bisherige Bilanz bei Weltmeisterschaften mehr als beeindruckend: In acht WM-Rennen holte er zweimal Gold (Super-G, Abfahrt), zweimal Silber (Abfahrt, Super-G) und einmal Bronze (Super-G). Das macht in Summe fünf Medaillen nur dreimal blieb er ohne Erfolg. Vor allem seine Super-G-Ausbeute bei Großveranstaltungen lässt für den WM-Auftakt am Samstag hoffen. Dazu kommt, dass der Herminator endlich auch seine Materialprobleme, die ihn seit dem Saisonstart in Sölden begleiten, in den Griff zu bekommen scheint. Das weiß auch sein Trainer Andreas Evers, der sagt: Der Hermann hat in den schnellen Disziplinen die richtige Abstimmung gefunden. Im Prinzip ist ab sofort alles möglich. Wie man in Kitzbühel gesehen hat, ist er vor allem im Super-G ganz stark. Aber das Wichtigste ist, er weiß, dass er wieder gewinnen kann.
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PLUS: Hermanns WM-Countdown
PLUS: Maier über seinen Angriff und den Erwartungsdruck
PLUS: Wir können zehn Medaillen packen
PLUS: Renate Götschl: Die Speed-Queen
PLUS: WM-EXTRA-Heft zur Ski-WM 2005 in Bormio
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