"Höflich und ehrlich, aber nicht arrogant": Der ideale Arbeitskollege der Österreicher!
- Männer achten auf Freundlichkeit und Intelligenz
- Frauen hingegen erwarten vor allem Hilfsbereitschaft
An ihren Arbeitskollegen schätzen die Österreicher vor allem Höflichkeit, Freundlichkeit und Ehrlichkeit. Am störendsten werden Arroganz und Unehrlichkeit empfunden. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "Spectra" hervor, deren Ergebnisse am Freitag veröffentlicht wurden.
"Spectra" führte im Dezember persönliche Interviews mit 1.000 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählten Personen durch. Ein idealer Arbeitskollege soll nach Ansicht von 39 Prozent der Befragten höflich sein. Jeweils 37 Prozent nannten Freundlichkeit und Ehrlichkeit und 32 Prozent Hilfsbereitschaft als Vorzüge. Weniger relevant erscheinen rein äußere Eigenschaften wie gute Kleidung und Attraktivität. Zurückhaltung (vier Prozent), Temperament (fünf Prozent) und Erfolg (sechs Prozent) rangieren ganz am Ende des Idealbildes.
Die Geschlechter sind sich nicht immer einig, was den idealen Kollegen betrifft. Frauen erwarten von Männern in weitaus höherem Maß Hilfsbereitschaft als umgekehrt. Auch gute Manieren, Kameradschaftlichkeit und rücksichtsvolles Verhalten liegen ihnen mehr am Herzen. Männer hingegen besitzen höhere Erwartungen hinsichtlich der Freundlichkeit und Intelligenz. Auch Äußerlichkeiten spielen für sie eine größere Rolle als für Frauen.
Jeder zweite empfindet Arroganz als störend
Arroganz wird von mehr als jedem Zweiten (56 Prozent) als störende Eigenschaft empfunden, gefolgt von Unehrlichkeit (44 Prozent), dem Verleugnen von Fehlern (38 Prozent), Ungepflegtheit (37 Prozent) und Aggressivität (32 Prozent). Am wenigsten störend werden unsensible und wenig einfühlsame Arbeitskollegen (jeweils sieben Prozent) sowie eitle Kollegen (neun Prozent) empfunden.
Frauen beurteilen an Männern Rücksichtslosigkeit, Aggressivität sowie aufdringliches und sexistisches Verhalten wesentlich kritischer als umgekehrt. Männliche Befragte sträuben sich mehr gegen das Verleugnen von Fehlern, Launenhaftigkeit und Schlampigkeit von Seiten der Kolleginnen.
In den vergangenen acht Jahren haben sich die Vorstellungen vom idealen Arbeitskollegen teilweise verändert, so "Spectra". Besonders im Trend liegen nunmehr nette und gepflegte Kollegen. Verständnisvolles Verhalten verliert hingegen im Bewusstsein der Berufstätigen an Bedeutung. (apa)
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