Keine Einkäufe mehr: Polster sieht in Marbella harten Kampf um violette Leiberl
- Generalmanager gibt im Titelkampf nur Trio Chance
- Rapidler Hofmann und Dosek müssen daheim bleiben
Der Countdown von Austria Magna auf die schon am 16. Februar mit dem UEFA-Cup-Heimspiel gegen Athletic Bilbao (Happel-Stadion, 20:45 Uhr) beginnende Frühjahrssaison läuft im spanischen Trainingscamp an der Costa del Sol nach Plan. Von den Vorbereitungen macht sich Toni Polster, der in den vergangenen Tagen wegen des Transfers von Roland Linz viel telefonierte, in Marbella derzeit selbst ein Bild. "Auf mich machen die Burschen einen noch motivierten Eindruck", meinte der neue Generalmanager.
Die Austria sei fast überall doppelt besetzt, jeder wolle gleich gegen die Basken dabei sein und spielen. "Dementsprechend geht es im Training zu Sache. Der Kampf ums Leiberl ist hart", sagt der Heimkehrer, dem auch auffiel, dass der sonst eher ruhige Trainer Lars Söndergaard "ganz schön laut werden kann". Der Däne und Sportdirektor Günter Kronsteiner, deren Truppe am Sonntag gegen Bröndby Kopenhagen ihr zweites Testspiel bestreitet, lassen Dospel, Vastic und Co. viele taktische Varianten üben, um für alle Situationen gerüstet zu sein.
Polster hat nur Pasching, Rapid und seine Austria auf der Rechnung
Für den Titel in der T-Mobile-Bundesliga hat der Wiener nur noch drei Vereine auf seiner Rechnung. "Meister kann nur einer aus dem Trio Austria, Rapid und Pasching werden. Ich bin voller Zuversicht und vertraue der Mannschaft, dass wir am Ende die Nase vorne haben werden. Dafür spricht die Klasse der Einzelspieler und das gute Klima in der Mannschaft". Dass das Unternehmen "Rückeroberung des Nummer-eins-Status" von Liebherr GAK scheitern könnte, kommt dem Ex-Stürmer erst gar nicht in den Sinn.
"Ich habe nur positive Gedanken und möchte an den worst case gar nicht denken. Ich bin hundertprozentig überzeugt, dass wir es schaffen", so der bald 41-Jährige. Weitere Einkäufe nach dem Transfer des Polen Sebastian Mila haben die Violetten derzeit nicht vor. Dazu der ÖFB-Rekordtorschütze: "Momentan sieht es nicht so aus, als ob wir noch etwas verändern. Die Spieler haben im Herbst zum Teil einen großartigen Fußball geboten, wir werden ihnen auch im Frühjahr das Vertrauen schenken."
Rapid ohne Hofmann und Dosek nach Spanien
Auf Empfehlung seines Klubarztes wird T-Mobile-Bundesliga-Tabellenführer Rapid am Freitag ohne Kapitän Steffen Hofmann und Tomas Dosek via Barcelona ins Trainingslager nach Jerez reisen. Nach Vorliegen der Ergebnisse der am Mittwoch vorgenommenen Magnetresonanz-Untersuchungen hätte es keinen Sinn, die beiden Offensiv-Spieler mitzunehmen. Hofmann plagt eine Achillessehnen- und Dosek eine Fersenbein-Entzündung.
Damit das blessierte Duo möglichst bald fit wird, stehen ab sofort Rehabilitation unter Medical-Fitness-Trainer Hans Meyer sowie tägliche physikalische Therapie im Evangelischen Krankenhaus in Wien auf dem Programm. Trainer Josef Hickersberger hat neben den neu in den Kader aufgerückten Said Gutic und Jiri Lenko auch für die Nachwuchsspieler Veli Kavlak (16 Jahre) und Andreas Lukse (17) Plätze im Flieger reservieren lassen. Die Hütteldorfer werden bis 5. Februar in Spanien bleiben.
