Fünf Mal Chance auf Gold: Für Benni Raich
birgt die WM ein wahres Monsterprogramm!
- Pitztaler blickt seinen Einsätzen entspannt entgegen
- Freundin Marlies Schild nur 13 Kilometer entfernt
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Mit dem Super G startete Österreichs Parade-Allrounder Benjamin Raich in Bormio sein WM-Monsterprogramm. Der Pitztaler hat arbeitsreiche Tage vor sich - es folgen höchstwahrscheinlich noch die Einsätze in der Kombination (3. Februar), im Riesentorlauf (9. Februar), im Slalom (12. Februar) und im neuen Teambewerb (13. Februar) -, Raich blickt den Titelkämpfen aber entspannt entgegen. Einen zusätzlichen Motivationsschub gibt's für Raich durch die Tatsache, dass Freundin Marlies Schild nur 13 Kilometer entfernt in Santa Caterina stationiert ist.
Mit der zuletzt gezeigten Konstanz könnte der Tiroler zum WM-Superstar avancieren, Raich weigert sich jedoch, irgendwelche Prognosen abzugeben. "Ich bin Einer, der nicht viel rechnet. Ich glaube aber, dass ich gut in Form bin und überall meine Chance habe. Ich muss locker ans Werk gehen, alles geben und schauen, was rauskommt."
Ganz Ski-Österreich rechnet mit Raich-Medaillen, den 26-Jährigen lässt das jedoch kalt. "Von den Österreichern wird immer viel erwartet. Den Druck, den ich brauche, mache ich mir selbst. Ich brauche hier niemandem etwas beweisen." Seinen prall gefüllten WM-Kalender wird Raich laut eigenen Angaben problemlos wegstecken. "Ich sehe darin kein Problem. Im Gegenteil: für mich ist das ein sehr guter Rhythmus. In Beaver Creek hatten wir in einer Woche vier Rennen, hier sind es in zwei Wochen für mich fünf Bewerbe - das sollte ich schaffen."
"Rennfahren ist das beste Training"
Dass angesichts der Vielzahl an Renneinsätzen die Trainingseinheiten zu kurz kommen, stört den Pitztaler nicht. "Rennfahren ist das beste Training, das habe ich schon des Öfteren unter Beweis gestellt."
Die Entfernung zu seiner Freundin Marlies Schild ist bei der WM so gering wie selten zuvor in diesem Winter, das Damen-Quartier in Santa Caterina ist nur 13 km entfernt von den Herren in Bormio. Gemeinsame stille Momente wird es aber dennoch nicht allzu viele geben. "Jeder muss sich auf seine eigenen Aufgaben konzentrieren. Für Sachen außer rennfahren, regenerieren, essen und schlafen wird nicht viel Zeit bleiben. Aber wenn sie eine Medaille machen sollte, würde mir das schon sehr taugen."
Dass die Beziehung zu Schild und das potenzielle WM-"Dream-Team" Raich und Schild ein großes Thema in der Öffentlichkeit sein wird, ist dem aktuellen Zweiten im Gesamt-Weltcup bewusst: "Natürlich interessiert das die Leute. Aber ich lese wenig Zeitung und schaue auch nicht viel Fernsehen. Deswegen ist mir das wurscht." (apa/red)
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