Österreichs WM-Mannschaft: ÖSV lüftet heute das Aufstellungs-Geheimnis
- Maximal 26 Aktive können für Bormio nominiert werden
- Wirklich knifflige Entscheidungen aber erst in Bormio
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Super-Star Bode Miller ist in allen Bewerben gesetzt
Einen Tag nach dem Nachtslalom in Schladming lüftet der ÖSV heute das gut gehütete WM-Geheminis. Die Verbandsführung mit Alpinchef Hans Pum und den Cheftrainern Herbert Mandl (Damen) und Toni Giger (Herren) wird das Aufgebot für Bormio bekannt geben. Maximal 26 Aktive kann Österreich nach Italien entsenden, spekuliert wird dabei mit 15 Herren und 11 Damen bzw. 14 Herren und 12 Damen.
Das Erstellen des Aufgebotes wird Pum und Co. relativ wenig Kopfzerbrechen bereiten, denn im 26köpfigen Aufgebot haben theoretisch auch Namen wie Klaus Kröll, Andreas Schifferer, Hannes Reichelt oder Andrea Fischbacher Platz. Möglich ist aber auch die Variante, dass der ÖSV diesmal das 26er-Kontingent gar nicht zur Gänze ausnützt. Die wirklich kniffligen Aufstellungsentscheidungen werden dann aber ohnehin erst in Bormio getroffen.
Wie etwa die bei den Herren im Super G, in der Abfahrt, im Riesentorlauf und in der Kombination. Lediglich das Slalom-Team steht mit Manfred Pranger, Mario Matt, Rainer Schönfelder und Benjamin Raich fest. Gleich beim ersten WM-Bewerb, dem Super G am Samstag - der ÖSV hat vier Startplätze - spießt es sich hingegen. Österreich hat mit Hermann Maier, Michael Walchhofer und Stephan Görgl drei Saisonsieger, dahinter lauern aber mit Fritz Strobl, Benjamin Raich und Mario Scheiber drei weitere Anwärter.
Bei den ÖSV-Damen stand bei der Nominierung des voraussichtlichen Elfer-Teams ein großes Fragezeichen. Elisabeth Görgl absolvierte Dienstag-Nachmittag eine eingehende Untersuchung ihrer Syndesmoseband-Verletzung, die Steirerin wird aber - wie die ebenfalls angeschlagenen Nicole Hosp und Silvia Berger - im WM-Kader aufscheinen. Für den ersten WM-Bewerb, den Super G am Sonntag, ist "Lizz" aber definitiv kein Thema mehr. "Sie kann ja nicht mehr trainieren. Wir werden wohl erst nach dem ersten Abfahrtstraining wissen, was sie überhaupt fahren kann", sagte Slalomchef Bernd Brunner.
Verletzungspech in Technik-Gruppe
Die vielen Verletzungen treffen speziell die junge Technik-Gruppe von Brunner schwer. Görgl wäre ja für Kombi, Riesentorlauf und Slalom vorgesehen, von ihrer Einsatzfähigkeit wird also letztlich die Aufstellung in drei Disziplinen abhängen. Bei Nicole Hosp gab es zwar bezüglich des verletzten Ellenbogengelenks Entwarnung, der Arm der Tirolerin ist aber bis zur Schulter schwer geprellt. Hosp soll trotzdem bereits Freitag wieder Skifahren. "Ein ziemlicher Rückschlag. Durch die Verletzungen sind wir noch mehr Außenseiter als wir ohnehin schon waren. Aber Jammern hilft nichts, wir müssen schauen, die Mädchen möglichst gut hin zu bringen", sah Brunner die Situation nüchtern.
Michaela Dorfmeister, Renate Götschl und Co. werden am Freitag nach Santa Caterina fahren. Durch den Ausfall von Görgl und den Startverzicht von Brigitte Obermoser ist hinter Titelverteidigerin Dorfmeister, Götschl, Alexandra Meissnitzer und Silvia Berger noch ein SG-Platz frei, Anwärterinnen sind Katja Wirth und Andrea Fischbacher.
Die junge Salzburgerin wird aber nur nominiert, wenn sie auch fix im Super G startet. Als Abfahrts-Alternative ist Fischbacher kein Thema, weil in der ersten WM-Woche wichtige Europacuprennen auf dem Programm stehen. Berger trainierte trotz ihrer angeknacksten siebenten Rippe bereits am Dienstag wieder mit der Mannschaft auf dem Nassfeld.
Angesichts der vielen Blessuren geht man davon aus, dass eine Nachnominierung kein Problem wäre, sollte sich eine Läuferin vor Ort (erneut) verletzen. "Wenn Lizz etwa im Riesentorlauf erneut einen Schlag auf das Bein bekommt, müssen wir für den Slalom eine neue Vierte nominieren", so Brunner. Eine Mini-Chance etwa für Sabine Egger, doch noch auf den WM-Zug aufzuspringen? (apa)
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