ÖSV-Damen vor WM im Verletzungspech: Blaser erleidet im Training Knöchelbruch
- WM-Starterinnen Görgl & Hosp auf Weg der Besserung
- Damenchef Mandl möchte elf Damen zu WM mitnehmen
Die ÖSV-Damen werden unmittelbar vor der Alpin-WM vom Verletzungspech verfolgt. Nach den beiden WM-Starterinnen Elisabeth Görgl (Syndesmoseband-Verletzung) und Nicole Hosp (Arm- und Schulterverletzung) hat es am Montag auch Karin Blaser erwischt. Die 26-jährige Steirerin zog sich beim Riesentorlauf-Training für die FIS-Rennen auf dem Nassfeld einen Knöchelbruch zu und wurde noch Montagabend in Graz operiert.
Für die WM am fraglichsten ist Görgl. Die Steirerin konnte nach ihrem wilden Sturz beim Nachtslalom in Zagreb trotz anfänglich gegenteiliger Meinungen an den Marburg-Rennen nicht mehr teilnehmen und muss nun ebenso wie Hosp mittels Therapie versuchen, für die WM wieder fit zu werden. Laut ÖSV befinden sich beide auf dem Weg der Besserung.
Görgl wäre für Slalom, Riesentorlauf und Kombination vorgesehen, hat also noch etwas Zeit, weil die WM für die Damen am kommenden Sonntag mit dem Super G beginnt. Das erste Abfahrtstraining für die Kombi steht am Montag (31.1.) auf dem Programm, die Kombi selbst erst am Freitag, 4. Februar.
Damenchef Mandl möchte elf Damen zu WM mitnehmen
Der ÖSV wird die WM-Teams nach dem Dienstag-Nachtslalom in Schladming, voraussichtlich also Mittwoch früh bekannt geben. Damenchef Herbert Mandl möchte elf Damen mitnehmen.
Görgl, Hosp und auch Silvia Berger, die sich in Marburg eine Rippe angebrochen hat, werden im WM-Aufgebot bleiben. "Wir hätten ohnehin keinen Ersatz", sagte Damenchef Herbert Mandl. Sicher fehlen im WM-Aufgebot wird aber Brigitte Obermoser. Die Salzburgerin verzichtet wegen der Folgen ihres Sturzes in Zauchensee freiwillig auf einen WM-Start.
Die Altenmarkterin ist zwar trotz ihres nicht operierten Kreuzbandrisses körperlich fit, fühlt sich aber im Kopf nicht bereit. "Ich war seit 1998 bei jedem Großereignis, ohne eine Medaille zu gewinnen. Mein Saisonziel war ein WM-Fixplatz, das habe ich nicht erreicht, und nur um dabei zu sein, fahre ich nicht nach Italien. Zudem ist ja der Druck bei einer WM sehr groß und Santa Caterina keine leichte Abfahrt", begründete Obermoser ihre Entscheidung.
Sie wird nun viel im technischen Bereich trainieren und auch bei FIS-Rennen starten. "Viel Skifahren, damit auch der Kopf wieder in Ordnung kommt", betonte Obermoser, die nach der WM in Aare wieder dabei sein will.
Am Dienstag soll eine Untersuchung bei Dr. Wulf Glötzer Aufklärung über den tatsächlichen Gesundheitszustand von Görgl bringen. Bezüglich Hosp geht Mandl davon aus, dass die Tirolerin noch die ganze Woche brauchen wird, um wieder fit zu sein. "Gerade Niki war auf dem richtigen Weg zurück, das ist ein herber Rückschlag."
Ob und wenn ja wer nun statt Obermoser ins WM-Aufgebot rutscht, ließ Mandl am Montagabend noch offen. "Irgendwie fehlen die Alternativen."
(apa)
