Dienstag, 25. Jänner 2005

Große Umfrage: Österreicher halten die FPÖ-Rochaden für eine gute Entscheidung

  • Vizekanzler Gorbach ist der beliebteste Freiheitliche
  • Haider vs. Haubner - Bruder wird als Obmann bevorzugt

Die Österreicher begrüßen die jüngste Personalrochade bei den Freiheitlichen. 39 Prozent halten laut einer OGM-Umfrage den Wechsel im Sozialministerium von Herbert Haupt zu Ursula Haubner für eine gute Entscheidung, 26 Prozent sprachen von einer nicht so guten Entscheidung. Als Spitzenkandidat sollten die Freiheitlichen laut dieser Umfrage ihren Vizekanzler Hubert Gorbach aufstellen. Ihm werden mehr Chancen eingeräumt als Jörg Haider oder Haubner.

34 Prozent der Befragten haben allerdings offen gelassen, ob sie den Wechsel von Haupt zu Haubner für eine gute Entscheidung halten. OGM-Politologe Peter Hajek sieht zwei Gründe für diesen relativ großen Anteil: Zum einen sei die Umfrage bereits am Montag Nachmittag durchgeführt worden, die Information darüber sei daher noch nicht so gut gewesen. Zum anderen müsse sich Haubner erst noch Vertrauen erarbeiten.

Dies gilt offenbar auch für die Einschätzung von Haubners Führungsqualitäten. Die besten Aussichten für die nächste Nationalratswahl werden den Freiheitlichen mit einem Spitzenkandidat Hubert Gorbach gegeben, mit ihm könnte die Partei nach Ansicht von 35 Prozent am erfolgreichsten sein. 31 Prozent nennen dabei Haider, 18 Prozent Haubner.

Es wurde aber auch gefragt, ob die FPÖ mit Haider oder Haubner als Obmann bzw. Obfrau erfolgreicher sein könnte. 43 Prozent nennen den Landeshauptmann, 38 Prozent seine Schwester Haubner.
(apa/red)

25.1.2005 17:42