Was macht Haupt nach seinem Rücktritt? Kärntner legt sich auf Politzukunft nicht fest
- "Ich habe noch Zeit, setze mich nicht unter Druck"
- Haupt in seinem letzten Ministerrat sichtlich geschwächt
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Der zurückgetretene Sozialminister Herbert Haupt wollte sich am Dienstag bei seinem letzten Ministerrat auf seine politische Zukunft noch nicht festlegen. "Ich habe noch eine Woche Zeit und werde mich nicht unter Druck setzen", sagte der sichtlich geschwächte Haupt vor der Regierungssitzung auf die Frage, ob er nun in den Nationalrat zurückkehren werde. Gerüchte, wonach er sein Amt unter Druck niederlegen musste, wies Haupt zurück. Er habe lediglich Druck von Seiten der Medien verspürt.
Etwas deutlicher wird Haupt in einem Interview für die "Oberösterreichischen Nachrichten": "Ich werde aller Wahrscheinlichkeit das Mandat annehmen, wenn das mit meiner Therapie in Einklang ist und ich nicht zum Zählkandidaten für ein paar Wochen verkomme." An den Ruhestand denkt er noch nicht: "Ich kann noch gar nicht in Pension gehen. Ich bin erst 58."
Vor dem Ministerrat zeigte sich Haupt von seiner Arbeit als Sozialminister überzeugt. Er habe in den letzten Stunden sehr viele positive Anrufe bekommen. Etwa Anrufe von kleinen Leuten und Behinderten, so Haupt. Er sei stolz auf seine Arbeit und habe sich in vielen wichtigen Punkten durchgesetzt. Er habe vieles für die Partei durchgestanden und hoffe, dass die FPÖ zu ihrer alten Stärke zurückfindet. Er blicke jedenfalls mit Zufriedenheit zurück und der Abschied falle ihm nicht schwer, weil es in der Politik für jeden einmal Abschiednehmen heißt.
In den "Salzburger Nachrichten" bedauert Haupt vor allem, dass er als Sozialminister die Frauensektion abgeben musste. Er habe als Frauenminister mehr Erfolge verzeichnet als seine sozialdemokratischen Vorgängerinnen. "Ich wurde unter meinem Wert gehandelt." So habe er den Anteil der Frauen mit Behinderung in der Wirtschaft von 30 auf 50 Prozent steigern können.
(apa)
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