"Zahlen Sie keine Bestechungsgelder" Juschtschenko sagt Korruption den Kampf an
- Ukrainischer Präsident sprach am Weltwirtschaftsforum
- Tief greifende Reformen der Institutionen angekündigt
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BILDER: Starker Auftritt beim Weltwirtschaftsforum
Der neue ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hat Korruption und Schwarzarbeit in seinem Land den Kampf angesagt. Der vor wenigen Tagen vereidigte Präsident sagte am Samstag beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, die Schattenwirtschaft mache 55 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung aus. "Das darf nicht so weitergehen", versicherte Juschtschenko auf einer Pressekonferenz. Er kündigte tief greifende Reformen der Institutionen auf allen Ebenen an. Als weitere wichtige Punkte seines Regierungsprogramms nannte er die Schaffung von Rechtssicherheit und Pressefreiheit sowie die Einhaltung der Menschenrechte.
An ausländische Investoren, um deren Vertrauen er beim WEF-Jahrestreffen von Spitzenpolitikern und Topmanagern warb, appellierte er, die Anstrengungen der Ukraine bei der Korruptionsbekämpfung zu unterstützen. "Bitte zahlen Sie keine Bestechungsgelder, die können Sie sich sparen", betonte er.
Das WEF will nach Juschtschenkos Worten im kommenden Sommer in Kiew zu einem "Mini-Davos" einladen, um dabei den Demokratisierungsprozess des Landes vorzustellen und über Geschäftsmöglichkeiten zu informieren. In Davos habe er erste Kontakte angebahnt und bei allen Gesprächen ein positives Echo gefunden, sagte der Präsident.
Am Vorabend war Juschtschenko bei der WEF-Konferenz wie ein neuer Star auf der internationalen Politbühne gefeiert worden. Das Saalpublikum erhob sich und begrüßte den von einem Giftanschlag schwer gezeichneten Mann mit langem Applaus.(apa/red)
