Tsunami-Konferenz ohne Ergebnisse: Keine Einigung über Frühwarnsystem
- Indonesien lehnte thailändischen Vorschlag ab
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Bei einer zweitägigen Konferenz im thailändischen Phuket über die Schaffung eines Tsunami-Frühwarnstems für den Indischen Ozean zeichnete sich bis zum Schluss am Samstag keine Einigung ab. Indonesien lehnte einen thailändischen Vorschlag ab und erklärte, es wolle lieber "mehrere nationale Zentren". Indonesien habe sich für ein deutsches System entschieden, so die Angaben.
Thailand hatte vorgeschlagen, das geplante Frühwarnsystem für den Indischen Ozean auf einem bereits bestehenden Katastrophenschutzzentrum für Asien aufzubauen, das in seiner Hauptstadt Bangkok angesiedelt ist. UN-Generalsekretär Annan rief die Teilnehmer zur Geschlossenheit auf. Die Herausforderung für die Weltgemeinschaft bestehe darin, ein Frühwarnsystem zu schaffen, das nicht nur in sich schlüssig sei, sondern neben Flutwellen auch andere Katastrophen wie Wirbelstürme abdecke, sagte Annan.
Die USA kündigten indes an, ihr zu Hilfseinsätzen in Sri Lanka und auf den Malediven eingesetztes Militär bis spätestens Mitte Februar abziehen zu wollen. Derzeit seien noch etwa 900 US-Soldaten in Sri Lanka stationiert, sagte ein US-Brigadegeneral. Über das Wochenende würden 200 von ihnen von der Insel abgezogen, der Rest werde bis zum 15. Februar folgen. Gleichzeitig würden die USA ihre zivilen Hilfseinsätze verstärken, kündigte der Handelsbeauftragte der US- Botschaft an.
(apa)
