Wenige Tage vor der Wahl: Der Irak wird von zahlreichen Anschlägen erschüttert
- Attentate fordern auch am Donnertsag viele Tote
- PLUS: Mittwoch blutigster Tag seit Kriegsbeginn für USA
·Blutigster Tag seit Kriegsbeginn im Irak
US-Präsident Bush ruft Iraker auf wählen zu gehen
·US-Hubschrauber im Irak abgestürzt
Mindestens 31 Soldaten getötet. Ursache unklar
·Anschläge auf irakische Wahllokale
Autobombe nahe Bagdad. Angriffe auf Parteibüros
·Bush beschert USA 427 Mrd. $ Defizit!
Kriegsausgaben führen zu Rekord bei Verschuldung
·Al Zarqawi erteilt
'Warnung' an Wähler
Irak: Rebellen töten zehn Polizisten & einen Richter
Im Irak reiht sich in den letzten Tagen vor den Wahlen ein Terroranschlag an den anderen: Bei einem Selbstmordattentat ist am Donnerstag in Bakuba ein irakischer Polizeioffizier getötet worden. Neun weitere Menschen wurden verletzt, als das mit Sprengstoff beladene Auto im Zentrum der Stadt explodierte, bestätigten Krankenhausärzte.
In der Nacht zuvor war in einem Feldlager bei Bakuba ein US-Soldat getötet worden. Er erlag den Schussverletzungen, die er bei einem Rebellenangriff erlitten hatte, teilte das US-Militär in der Garnisonsstadt Tikrit am Donnerstag mit.
Bei einem weiteren Anschlag südlich von Bagdad sind am Donnerstag mindestens fünf Iraker getötet worden. 15 weitere Iraker seien verletzt worden, drei von ihnen schwer, sagte ein Arzt im Krankenhaus von Mahmudiya der Nachrichtenagentur AFP. Unter den Verletzten seien auch vier Soldaten. Nach Angaben des Mediziners explodierte ein Sprengsatz an einer Straße zwischen Mahmudiya und Latifiya, als ein Konvoi der irakischen Armee vorbeifuhr. Beide Städte liegen im so genannten tödlichen Dreieck, dass wegen der Vielzahl der dort verübten Anschläge berüchtigt ist.
Bei einem Autobombenanschlag wurden in Bagdad acht australische Soldaten verletzt, wie Verteidigungsminister Robert Hill am Donnerstag mitteilte. Ein Konvoi von drei gepanzerten Fahrzeugen sei am Vortag vermutlich von einem Selbstmordattentäter in einem Auto angegriffen worden. Zudem sei ein Armeegebäude neben der australischen Botschaft am Mittwoch von einem Scharfschützen beschossen worden. Dabei habe es keine Opfer gegeben.
Sieben Tote bei Selbstmordanschlag in Samarra
Bei einem Selbstmordanschlag in Samarra nördlich der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Donnerstag sieben Menschen ums Leben gekommen. Der Attentäter habe sich in einem Auto in die Luft gesprengt, als eine Armeepatrouille nahe einem Wahlbüro im Zentrum der Stadt vorbeigefahren sei, sagte ein Polizeioffizier der Nachrichtenagentur AFP. Unter den Toten seien vier Soldaten. Fünf weitere Iraker - zwei Soldaten und drei Zivilisten - seien verletzt werden.
(apa)
