Weltsozialforum eröffnet: Ein "Friedens-marsch" und Kritik an Bush zum Auftakt
- Mehr als 200.000 Teilnehmer am Marsch beteiligt
- PLUS: Promis im Einsatz für die armen Länder der Welt
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BILDER: Starker Auftritt beim Weltwirtschaftsforum
Mit einem "Friedensmarsch" von rund 200.000 Globalisierungskritikern und Musikshows ist das 5. Weltsozialforum im südbrasilianischen Porto Alegre eröffnet worden. Vertreter Hunderter Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt wanderten mit vielen bunten Fahnen zum Rhythmus der Trommeln brasilianischer Indios.
Auf Plakaten wurden vor allem US-Präsident Bush und der Krieg im Irak angeprangert. Am mehrstündigen Marsch vom Stadtzentrum zur Konferenzanlage am Ufer des Flusses Guaiba nahmen unter anderem auch drei Minister der brasilianischen Regierung teil. "Es war beeindruckend, das waren mehr als 200.000 Marschteilnehmer", sagte ein Polizeisprecher.
Aufruf zu "Schuldenerlass" für arme Länder
Die Entschuldungsinitiative "Jubilee South" hat beim Weltsozialforum (WSF) im brasilianischen Porto Alegre zu einem "vollständigen und bedingungslosen Schuldenerlass" für die armen Länder aufgerufen. Die Schulden seien "ein sozialer Völkermord", sagte der argentinische Friedensnobelpreisträger Adolfo Perez Esquivel für die Organisation.
Die Jubilee-South-Vertreterin Beverly Keene bemängelte die von den G-8-Staaten zugesagten sechs Milliarden Dollar (4,61 Mrd. Euro) für die Flutopfer-Hilfe in Asien. Im Vergleich zum jährlichen US-Militärhaushalt von 400 Milliarden Dollar (308 Mrd. Euro) oder zu den bisherigen Gesamtausgaben für den Irak-Krieg in Höhe von 200 Milliarden Dollar (154 Mrd. Euro) sei die Summe "empörend". (apa)
