Streiterei in Südafrika: Landarbeiter wurde
einfach den Löwen zum Fraß vorgeworfen!
- Nur Schädel und Reste eines Beines blieben über
- Drei Männer müssen sich nun vor Gericht verantworten
In Südafrika müssen sich seit Montag drei Männer vor Gericht verantworten, weil sie einen schwarzen Landarbeiter den Löwen zum Fraß vorgeworfen haben sollen. Dem 37 Jahre alten Weißen und seinen beiden schwarzen Mitangeklagten wird vorgeworfen, den Landarbeiter im Jänner vergangenen Jahres zunächst "mit Macheten angegriffen und mit Stricken und Kabeln gefesselt" zu haben, wie es in Gerichtsdokumenten hieß. Anschließend hätten sie den dreifachen Vater auf einen Lieferwagen geladen und seien mit ihm zu einem Löwengehege gefahren. Dort hätten sie den Mann über einen Zaun in den Löwenkäfig geworfen. Chisale sei gestorben, nachdem "ein Löwe ihn zerfleischt hat", heißt es in der Anklage.
Die Polizei fand in dem Gehege den Schädel und Reste eines Beines des Landarbeiters, nachdem seine Familie ihn als vermisst gemeldet hatte. Dem Mann war zwei Monate zuvor gekündigt worden. Er kam nur zur Farm zurück, um einige Sachen zu holen und geriet mit einem der jetzt angeklagten Schwarzen in Streit.
Der angeklagte Weiße sagte bei seiner Ankunft vor dem Gericht in Phalaborwa, einer Kleinstadt in der Nähe des Kruger-Nationalparks im Nordosten des Landes, er sei zuversichtlich. Vor dem Gebäude demonstrierten ein gutes Dutzend Menschen und forderten harte Strafen für die Täter.
(apa/red)
