Montag, 24. Jänner 2005

EU will Fischern in Süd-Ost-Asien helfen: Lieferung neuer Schiffe für Tsunami-Opfer

  • Union will Fischern Boote & Netze zur Verfügung stellen
  • Experten für Wiederaufbau der Branche in die Regionen

Die EU will den von der Flutkatastrophe in Südasien betroffenen Fischern beim Wiederaufbau ihrer Existenz helfen. Die EU-Fischereiminister nahmen entsprechende Vorschläge des zuständigen Kommissars Joe Borg am Montag in Brüssel positiv auf, wie die Luxemburger Ratspräsidentschaft mitteilte. "Der Bedarf ist riesig", sagte Borg. "Tausende Boote sind zerstört." Geplant ist, dass die EU den betroffenen Fischern Boote und Netze zur Verfügung stellt und Experten für den Wiederaufbau der Branche in die Regionen entsendet.

Borg betonte, Fischerei und Landwirtschaft seien die von den Folgen des Tsunamis am meisten betroffenen Sektoren. Die Hilfe für die Fischer müsse international koordiniert werden. Dies werde das UN-Welternährungsprogramm FAO übernehmen. Geplant sei, eine kleinere Gruppe von Experten unmittelbar in die Region zu schicken. Diese sollten feststellen, was konkret die Menschen an Ort und Stelle benötigten. In einem zweiten Schritt werde die EU Experten für einen Zeitraum bis drei Jahren in die Region entsenden, um beim Wiederaufbau der Fischerei zu helfen.

Zudem wolle die EU den Fischern Boote und Netze und anderes Gerät zur Verfügung stellen. Möglich sei etwa, im Zuge der EU-Fischerei-Reform stillgelegte Schiffe in die Region zu transportieren. Beim nächsten Treffen der Minister am 12. März solle eine Bestandsaufnahme gemacht werden, wie viele Schiffe die EU zur Verfügung stellen könnte. Auch hier sei internationale Koordination erforderlich, sagte Borg.
(apa/red)

24.1.2005 15:26