Was sich Österreicher von der Schule wünschen: Ganztägig und bessere Lehrer
- Schüssel verspricht eine Ausweitung des Angebots
- SPÖ spricht sich für Recht auf ganztägige Betreuung aus
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"Mehr schulische Förderungen statt Nachhilfeunterricht" - das ist für 67 Prozent der Österreicher der größte Wunsch in puncto besserer Anpassung der Schule an familiäre Bedürfnisse. Laut Umfrage des Ifes-Instituts wünschen sich 49 Prozent "mehr ganztägige Schulformen" und 47 Prozent "bessere Lehrer". Bundeskanzler Schüssel verspricht eine Ausweitung des Angebots an ganztägigen Betreuungsformen.
"Änderungen bei den Ferien" sind für 31 Prozent ein Thema, späteren Schulbeginn in der Früh wünschen sich lediglich zwölf Prozent.
Schüssel verspricht darauf hin, das Angebot an ganztägigen Betreuungsformen auszuweiten. Wenn aber das Bedürfnis nicht da sei, werde man nicht künstlich Nachmittagsbetreuung anbieten. Es sei aber eine "Illusion, dass Eltern daheim nichts mehr machen müssen. Wer sich um seine Kinder kümmert, wird immer Zeit investieren müssen", so Schüssel. Die Idee, dass einem alles vom Staat abgenommen werde, von der Schule, von Lehrern, "ist ein Trugschluss".
Der Bildungssprecher der SPÖ, Erwin Niederwieser, sprach sich am Samstag erneut für ein flächendeckendes Angebot an ganztägigen Schulformen aus. "Denn nur dann ergibt sich für die Eltern auch die Wahlmöglichkeit", so Niederwieser. Die SPÖ wolle, dass die Eltern entscheiden können, welche Schulform ihre Kinder besuchen, daher müsse es auch ein Recht auf ganztägige Schulformen geben. Niederwieser befürchtet, dass von ÖVP-Seite jetzt wieder "ewig darüber debattiert" werde, ohne konkrete Ergebnisse.(apa)
