Nach Mölzer-Aussage über Auschwitz: Fischer betont Verantwortung Österreichs
- Vernichtungslager in Polen war eine "Fabrik des Todes"
- Vergangenheitsbewältigung: Mittlerweile "vieles besser"
·Auschwitz: Mölzer sorgt für Aufregung
"Republik Österreich hat keine Mitverantwortung"
·KZ Auschwitz wurde
vor 60 Jahren befreit
Österreichische Politiker mahnen zum Gedenken
·KZ Auschwitz wurde
vor 60 Jahren befreit
Politiker aus aller Welt bei Gedenkfeiern in Polen
·Auschwitz-Birkenau:
Eine Chronologie
Die BILDER: Furchtbare
Ereignisse im Zeit-Abriss
·Auschwitz: Die
NS-Lager-Geschichte
1940 ordnete Heinrich Himmler die Errichtung an
·Die Auschwitz-Lüge:
Ein Verbrechen
Bei Leugnung der NS-Ereignisse droht lange Haft
·Neue Erkenntnisse:
Das Lager Auschwitz
Mehr als eine Million Menschen wurden vergast
Fischer widerspricht Aussagen von Mölzer: Der Bundespräsident wollte Donnerstagabend in einem TV-Interview zwar nicht direkt die Äußerungen des freiheitlichen EU-Abgeordneten kommentieren, der gesagt hatte, für die Verbrechen in Auschwitz seien Österreicher mitverantwortlich gewesen, "aber die heutige Republik Österreich hat keine Mitverantwortung zu tragen". Der Bundespräsident erklärte aber, die Republik Österreich und ihre Bürger seien "verpflichtet, mit den Opfern des Nationalsozialismus respektvoll, auf ihr Leid Bezug nehmend und ihnen die Reverenz erweisend umzugehen. Das heißt für mich Verantwortung tragen".
Das nationalsozialistische Vernichtungslager Auschwitz sei eine "Fabrik des Todes" gewesen, die "wahllos Menschenleben vernichtete", erklärte Fischer nach seiner Rückkehr von der Gedenkveranstaltung in Auschwitz in der ZiB2. Auschwitz sei mit nichts anderem vergleichbar. Fischer betonte, dass es in Österreich Anfang Mai eine Veranstaltung geben werde, die der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen gewidmet ist.
Zur Vergangenheitsbewältigung in Österreich befragt sagte der Bundespräsident, es habe "Versäumnisse und Fehler gegeben", in den letzten zehn Jahren habe man jedoch "vieles besser gesehen". Man gehe heute "unbefangener" an das Thema heran, "daher der Nationalfonds, daher die Entschädigung für Zwangsarbeiter und daher endlich die richtigen Worte". (apa/red)
