Nach Schneechaos in Ostösterreich: Jetzt wird's bei bis zu minus 15 Grad kalt & glatt
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Ein Wintereinbruch im Osten Österreichs hat am Donnerstag für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Gegen Mittag entspannte sich die Situation. Die Hohe Warte in Wien registrierte in 24 Stunden 30 Zentimeter Zuwachs an weißer Pracht, so viel wie seit 36 Jahren nicht mehr. Mit dem großen Schneefall ist es aber vorerst vorbei. Nur örtlich kann es laut Meteorologen noch schneien. Die Temperaturen bleiben kalt bei minus 15 bis minus drei Grad in ganz Österreich. Tauwetter ist für die kommenden Tagen nicht angesagt.
Die zuständige Magistratsabteilung 48 war in Wien mit rund 350 Räumfahrzeugen im Dauereinsatz. Auch die Wiener Linien hatten rund 1.150 Mann mobilisiert. Das große Chaos ist ausgeblieben. In die Unfallambulanzen im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) und im Unfallkrankenhaus (UKH) Meidling wurden reihenweise Menschen eingeliefert, die auf den rutschigen Wegen und Straßen gestürzt waren.
Schneeverwehungen im Burgenland
Schneeverwehungen führten im Nord- und Mittelburgenland zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Auf vielen Nebenstraßen kam es ebenso wie in der Landeshauptstadt zu Verzögerungen im Frühverkehr, die S31 zwischen dem Knoten Mattersburg Eisenstadt sowie die B50 im Raum Schützen - Eisenstadt waren unpassierbar. Im Bahnverkehr kam es bei den Verbindungen von Sopron nach Wulkaprodersdorf und Deutschkreutz zu längeren Verzögerungen und Zugausfällen. Am frühen Nachmittag waren laut Exekutive alle Straßensperren aufgehoben.
Immer wieder neu entstehende Schneewechten bereiteten nicht nur Autofahrern, sondern auch dem Straßendienst Probleme, der landesweit mit rund 300 Mitarbeitern und 90 Fahrzeugen im Einsatz war. Die B50 bei Schützen konnte für den Verkehr nur einspurig freigegeben werden. Auch die Feuerwehren mussten zu zahlreichen Bergeeinsätzen ausrücken. Auf den Bahnverbindungen sorgten die sich türmenden Schneemengen ebenfalls für Behinderungen.
Behinderungen am Flughafen Wien in Schwechat
In Niederösterreich waren die Verkehrswege auf Straße und Schiene - und ebenso der Flughafen Wien in Schwechat, wo sich die Flugzeuge zur Enteisung "anstellen" mussten - betroffen. Um die Mittagszeit wurden die Lkw-Sperre der A1 (Westautobahn) ab St. Pölten Richtung Wien und damit verbunden die Umleitung über Krems und die A22 (Donauuferautobahn) aufgehoben.
Der Neuschneezuwachs betrug bis zu 100 Zentimeter. Dazu kamen Verwehungen. NÖ Kältepol am Donnerstag war Lilienfeld mit minus zwölf Grad Celsius. "Eine Schneehölle", schilderten Pannenfahrer die Situation in der Früh. "Die Parkplätze zwischen Ansfelden und St. Pölten sind voll." Zwischen Altlengbach und Steinhäusl glich die A1 einem Lkw-Parkplatz. Auf der Umleitungsstrecke über S33 und S5 kam es Stauungen, wobei sich auf der S5 (Stockerauer Schnellstraße) Karambolagen mit Blechschaden ereigneten.
Die Feuerwehr verzeichnete im Bundesland mehr als 300 Einsätze. Allein auf der A21 (Außenringautobahn) wurden seit Mittwoch 100 hängen gebliebene Lkw die Steigung hinauf geschleppt. Im Bezirk Mistelbach kollidierte ein Rettungswagen mit einem Schneeräumfahrzeug, wobei der Beifahrer des Einsatzautos unbestimmten Grades verletzt wurde. In Angern an der March (Bezirk Gänserndorf) wurde ein Fußgänger niedergestoßen und verletzt: Der 82-Jährige war auf einem Schutzweg ausgerutscht, ein Pkw konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten.
Unfälle in Oberösterreich
Auch in Oberösterreich sorgte der Schneefall für Verkehrsbehinderungen und etlichen Unfällen, zum Teil mit Schwerfahrzeugen. So musste etwa die A8, die Innkreisautobahn, zwischen Ort und Ried bis Mittag wegen mehrerer Unfälle zur Gänze gesperrt werden. Auch in der Gegenrichtung kam es zu Behinderungen und Staus.
Im Mühlviertel bestand sowohl auf der B38, der Böhmerwald Bundesstraße, als auch auf der B 310, der Mühlviertler Bundesstraße, Kettenpflicht für Lkw. Bis nächste Woche gesperrt bleibt die B 138, die Pyhrnpass Bundesstraße. Laut ÖBB hatten aus Ostösterreich kommende Züge eine Verspätung zwischen zehn und 30 Minuten. Am blue danube airport linz in Hörsching lief alles planmäßig ab, so die Auskunft des Flughafens. (apa/red)
