Österreich ist Spitzenreiter: Nirgends
geben die Deutschen mehr Geld aus
- Langjähriger Spitzenreiter Spanien von Platz 1 verdrängt
- Zahl der Einkaufsfahrten nach Österreich gestiegen

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Die deutschen Urlauber haben 2004 in keinem anderen Auslandsreiseziel so viel Geld gelassen wie in Österreich. Damit haben wir den langjährigen Spitzenreiter Spanien von der Hitliste - gemessen an den Reiseausgaben - abgelöst, berichtet die Dresdner Bank.
Die Entwicklung zu Gunsten Österreichs sei "allerdings weniger der eigenen Stärke zu verdanken - die Einnahmen von Seiten deutscher Reisender stagnierten - als vielmehr der anhaltenden Schwäche von Spanien", heißt es in der Studie. Einer Auswertung der Deutschen Bundesbank zufolge sei auch die Zahl der Einkaufsfahrten nach Österreich deutlich gestiegen. "Zusätzlich profitierte Österreich zuletzt von vermehrten Eintagesfahrten für sonstige Freizeitzwecke."
Fernreisen stark entwickelt
In Österreich wurden demnach insgesamt rund 6,75 Mrd. Euro ausgegeben, in Spanien 6,34 Milliarden. Auf den Rängen 3 und 4 folgten Italien (6,32 Mrd.) und Frankreich (3,90 Mrd.). Gewinner der letztjährigen Reisesaison seien in erster Linie die östlichen Mittelmeerländer Türkei und Ägypten gewesen, aber auch Marokko und Tunesien lagen deutlich im Plus. Darüber hinaus hätten sich Fernreisen sehr stark entwickelt. "Jene Ziele also, die im Jahr davor durch den Irak-Krieg und die allgemein noch stark vorhandene Terrorangst besonders zu leiden hatten."
Spanien nimmt Einbußen hin
Spanien habe als Reiseziel der Bundesbürger nun schon das vierte Jahr in Folge Einbußen in den Reiseverkehrseinnahmen hinnehmen müssen. "Spanien verlor bei der klassischen Badeurlaubsreise mit längerem Aufenthalt weiter an Attraktivität", hieß es in der Untersuchung weiter. In diesem Segment habe die Konkurrenzfähigkeit der Wettbewerber Türkei, Ägypten oder Bulgarien stark zugenommen. Zuwächse verbuche Spanien nur bei Kurzreisen, die durch den Boom der Billigflieger angefacht würden. (apa)
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