Die liebsten Urlaubsbeschäftigungen der Österreicher: Faulenzen, Essen, Trinken
- Anzahl der Kurzurlaube auf über 80 Prozent gesteigen
- Jeder Fünfte verbringt Ferien am liebsten in Österreich

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Im Urlaub lieben die Österreicher den Müßiggang - und der ist immer öfter angesagt: Laut einer bundesweiten Umfrage des Fremdenverkehrskollegs Bad Gleichenberg haben im Vorjahr mit über 80 Prozent so viele Befragte wie noch nie in der zwanzigjährigen Geschichte der Studie geurlaubt. Das hängt vor allem mit zunehmenden Kurzurlauben zusammen.
Zu den beliebtesten Ferienbeschäftigungen zählt das Faulenzen: 64 Prozent bekennender Müßiggehern stehen sinkende Werte von Sportfreaks, die bei 32 Prozent rangieren, gegenüber.
Anzahl der Kurzurlaube gestiegen
"80,4 Prozent Kurz- oder Langzeiturlaube ist ein Allzeithoch-Wert", so die Grazer Meinungsforscherin Claudia Brandstätter. Sie hat die Befragung in Kooperation mit Schülern des Tourismuskollegs in Bad Gleichenberg erstellt. "Vor allem Kurzurlaube sind mit einem Plus von 8,4 Prozent überdurchschnittlich gestiegen", erläutert die Projektleiterin. Im Durchschnitt machten die Befragten immerhin 1,9 Kurzurlaube und 1,3 Langzeiturlaube.
Faulenzen, Essen, Trinken
Als "Top-3"-Urlaubsbeschäftigungen haben sich das Faulenzen (64 Prozent), Essen und Trinken (knapp 48 Prozent) sowie die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten und Museen (36 Prozent) herauskristallisiert. Sport rangiert erst auf Platz Fünf und hat in der Beliebtheit um zehn Prozentpunkte abgenommen: "Nur mehr 32 Prozent betätigen sich gerne sportlich im Urlaub", so die Meinungsforscherin. Auch der Faktor "Gesundheit" wird laut Umfrage nicht mehr so groß wie zuvor geschrieben: Nach über zwanzigprozentiger Nennung in den Vorjahren, zählen Aktivitäten in diesem Bereich nur noch für elf Prozent zu den wichtigsten Betätigungen.
Lieblingsland: Österreich
Ihren Urlaubsbeschäftigungen gingen die befragten 402 Personen zwischen 14 und "50 plus" zu knapp 19 Prozent in Österreich - hier wiederum bevorzugt in Kärnten, Salzburg und der Steiermark - nach. "Mit zunehmender Urlaubs- und Reiseerfahrung sieht man das Preis-Leistungsverhältnis eines Österreichurlaubes als passend. Für mehr als die Hälfte sind die Preise im Vergleich zu den Leistungen gerechtfertigt", so die Studienleiterin. Im Vorjahr seien es nur knapp über 40 Prozent gewesen.
Auf Urlaub mit dem Auto
44 Prozent der Studienteilnehmer haben allerdings das Ausland bevorzugt: Italien, Kroatien, Slowenien und Spanien waren zählen zu den beliebtesten Destinationen. Entsprechend den nahen Ferienziele haben über die Hälfte der Befragten ihr Auto dazu genutzt. Rückgänge gibt es bei Flugreisen (von 48 Prozent im Jahr 2003 auf 36,5 Prozent für 2004) und bei der Bahn mit knappen zwei Prozentpunkten weniger auf nunmehr 7,7 Prozent. Zunehmend scheint nicht nur das Schiff, sondern auch das Fahrrad als Reisemittel in Betracht zu kommen. Mit 2,4 Prozent liegt es mittlerweile über dem Wert des Motorrads (1,6 Prozent). (apa)
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