Freitag, 6. Oktober 2006

Sauerkraut ist das ideale Wintergemüse: Vitaminspender ist für Wohlbefinden gut

  • Sauerkraut wurde bereits von den Römern geschätzt
  • PLUS: Tolle Tipps zum vielseitigen Einsatz in der Küche

Früher versorgte das Weißkraut, und das daraus auf traditionelle Art und Weise hergestellte Sauerkraut, gerade in den Wintermonaten die Menschen mit den nötigen Vitaminen und Mineralstoffen. Denn Sauerkraut galt nicht nur als hervorragender Lieferant von Vitamin B, C und K sondern war auch für sein Kalium, Kalzium, Eisen und seinen vielen Ballaststoffen beliebt. Aber auch der Genuss kommt dabei nicht zu kurz.

Schon die Griechen und Römer schätzten das wohltuende Kraut mit seinem unverwechselbaren Aroma. Im deutschsprachigen Raum kultivierten zunächst Mönche im Mittelalter den Anbau von Weißkraut, das sie als Crut bezeichneten. Die industrielle Herstellung heute ist zwar moderner, dennoch ist das Produkt das gleiche geblieben.

Halbar und gesund
Beim mit Salz versetzten und gestampften gehobelten Weißkraut, setzt bereits nach wenigen Stunden die Milchsäuregärung ein, die das Kraut zu dem macht, was es werden soll: Sauerkraut. Die Gärung macht das Sauerkraut nicht nur haltbar, es entstehen auch Milchsäurebakterien, die beim Menschen in vielfacher Hinsicht gesundheitsfördernd wirken.

Alleskönner Sauerkraut
200 g Sauerkraut enthalten 5 g sättigende Ballaststoffe und decken bereits zu 40 Prozent den täglichen empfohlenen Vitamin C-Bedarf. Sauerkraut mit seinem Vitamin C galt in früheren Seefahrerzeiten nicht umsonst als Skorbut vermeidendes Gemüse. Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte und wirkt als wichtiges Antioxidant krebsauslösenden Nitrosaminen entgegen. Insbesondere für Veganer stellt Sauerkraut eine bedeutende Vitamin B12 Quelle dar.

Vielfältiger Einsatz in der Küche
Nicht nur zu deftiger Fleischkost passt das kalorienarme Gemüse, das mit 17 kcal pro 100 g ein reines Leichtgewicht ist. Sauerkraut ist heute als Beilage zu Fleisch und Kartoffeln, als Eintopf, herzhafte Kuchen, Suppen oder als Rohkostsalate bekannt. Zum Würzen der Gemüsebeilage eignen sich besonders Wacholder-, Lorbeeren oder Estragon. (red)

6.10.2006 12:27
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