Weltgrößte Lebensmittelschau in Berlin: Die Grüne Woche startet schon am Freitag
- Noch bis zum 30. Jänner ist Berlin Kulinarik-Zentrum
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Die weltgrößte Lebensmittelschau steigt ab sofort wieder in Berlin. Die deutsche Hauptstadt wird dabei zu einem kulinarischen und agrarpolitischen Zentrum. Von 21. bis 30. Jänner bieten rund 1.600 Aussteller aus 55 Ländern den erwarteten 500.000 Besuchern ihre Produkte zum Kauf an. Parallel dazu nützt die Spitze der europäischen Agrarpolitik den "agrarpolitischen Jahresauftakt" als Plattform, um aktuelle Themen zu erörtern.
Im Bild: Messe Berlin
Österreich ist auf der Grünen Woche auch heuer wieder hochrangig vertreten, neben Landwirtschaftsminister Josef Pröll (V) ,werden die Agrarlandesräte von Niederösterreich, Burgenland, Vorarlberg und Salzburg anreisen ebenso wie der Präsident der Landwirtschaftskammern, Rudolf Schwarzböck, und Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch. Heuer zum ersten Mal auf der Grünen Woche auftreten wird die neue EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel.
Österreichs Auftritt
Unter den österreichischen Ausstellern werden unter dem Dach der Agrarmarkt Austria (AMA) 30 Unternehmen aus allen Bundesländern vertreten sein. Die Palette der angebotenen Produkte reicht von Natur-Kosmetik über Käse, Speck und Wein bis zu Bürsten und Korbwaren. Wie in den vergangenen Jahren wird es wieder ein Wiener Kaffeehaus auf der Messe geben sowie einen Heurigen. Ziel der österreichischen Aussteller ist es - im Gegensatz zu Fachmessen - nicht primär, neue Kontakte zu knüpfen, sondern schlicht Geschäfte zu machen, heißt es zur APA. Denn auf der Grünen Woche geht es nicht zuletzt ums Essen und Trinken.
Große Vielfalt
Die 26 Hallen unter dem Berliner Funkturm mit ihren rund 120.000 Quadratmetern locken jedoch nicht nur mit einer Fülle von landsspezifischen Produkten, exotischen Delikatessen und neuen Genuss-Kreationen, sondern auch mit Tierschauen, Ausstellungen zu Jagd und Angeln, einer eigenen Blumenhalle, aber auch zunehmend mit Themen wie Gesunde Ernährung, Urlaub auf dem Bauernhof oder erneuerbare Energie. Dazu wird heuer erstmals das neue Messesegment "Wellness Plus" vorgestellt. Im Rahmenprogramm finden sich zudem rund 250 Seminare, Workshops sowie Kongresse oder Events für Jugendliche.
Geschichte der "Grünen Woche"
Die Anfänge der "Grünen Woche" gehen auf 1926 zurück, als die erste "Ausstellung für den Bedarf der Landwirtschaft und verwandter Berufe" statt fand an der sich 351 Aussteller beteiligten. Berlin war damals ein guter Veranstaltungsort, wurde doch noch rund ein Fünftel der Fläche der Stadt für Landwirtschaft und Gartenbau genützt. 1951 wurde die Schau für ausländische Aussteller geöffnet, in den Jahren darauf wurde das Programm um Tagungen und Konferenzen erweitert. Als jahrzehntelang mitten in der DDR gelegene Großstadt galt Berlin den "westlichen" Lebensmittelanbietern lange Zeit als ein wichtiger "Testmarkt" für neue Produkte. Nach dem Fall der Mauer war der Andrang mit 585.000 Besuchern auf der Grünen Woche bisher am größten.(apa/red)
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