Montag, 17. Jänner 2005

Wiener Wirte starten Kulinarik-Offensive: Neue Initiatvie soll den Umsatz ankurbeln

  • "Bewahrung der Tradition" ist ab 15. Jänner das Credo
  • PLUS: Das Ergebnis einer aktuellen Gastro-Umfrage

Mit einer breit angelegten Werbeaktion und saisonalen Sonderangeboten wollen die Wiener Wirten in diesem Jahr verstärkt auf ihre kulinarischen Spezialitäten hinweisen. Mit Hinblick auf die wachsende Zahl von Ethno-Restaurants gelte es, die "Tradition zu bewahren", so die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien (WKW), Brigitte Jank in Wien. Die WKW unterstützt die Aktion der "Wiener Gastlichkeit" mit 120.000 Euro.

Fünf saisonabhängige Veranstaltungsreihen sieht das Jahresprogramm der "Wiener Gastlichkeit" mit den Untergruppen "Kaffeehäuser" und "Wiener Wirt'n" vor. Die rund 100 teilnehmenden Gastronomiebetriebe erhalten Werbematerial und Rezeptvorschläge.

Start am 15. Jänner
Pro Aktion sind vom Wirt 50 Euro Werbekostenbeitrag zu bezahlen, gestartet wurde am 15. Jänner - passend zum Faschingstreiben - mit "Saibling, Sekt und scharfen Suppen". Im Herbst sind größere Aktionen in Zusammenarbeit mit Wien Tourismus zu den Themen "Kunst und Genuss" und "Wien und Wein" geplant.

Gastro-Umfrage
Zur aktuellen Entwicklung der Wiener Gastronomiebranche äußerte sich Hermann Prilisauer, Obmann der Fachgruppe Gastronomie Wien, am Rande der Präsentation zurückhaltend: "Die Ballsaison läuft gut. Man spürt einen leichten Rückgang in den Umsätzen, aber man ist zuversichtlich." Eine Umfrage unter 500 Konsumenten habe ergeben, dass 22 Prozent der Wiener ein bis zwei Mal pro Woche auswärts essen gehen, 51 Prozent wählen demnach ein Lokal mit heimischer Küche, während sich 40 Prozent für Ethno-Lokale entscheiden würden. Das Angebot werde mit 1,7 nach Schulnotensystem bewertet, ist Jank zufrieden.

Nichtraucherzonen
Bei der Umsetzung der Nichtraucherzonen habe sich gezeigt, dass die Wirtschaftskammer den richtigen Weg eingeschlagen habe: "Einen Aufruhr wie in Italien und Irland wollten wir vermeiden", so Prilisauer. Gerade tagsüber würden Nichtrauchertische gerne reserviert. Die heimischen Gastronomie hat sich in einem Abkommen mit Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) verpflichtet, mit wenigen Ausnahmen bis Ende 2006 40 Prozent der Sitzplätze in rauchfreien Zonen anzubieten.(apa/red)

17.1.2005 14:42