Schwere Vorwürfe: Moshammers Chauffeur Andreas K. hat früher für die Stasi gearbeitet
- Fahrer beteuert: "Ich habe aber niemanden ausspioniert"
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Rudolph Moshammers Chauffeur hat früher für die Stasi gearbeitet. Nach Informationen einer deutschen Tageszeitung taucht sein Name in einer Liste von Mitarbeitern des ehemaligen DDR-Ministeriums für Staatssicherheit auf. Moshammer hatte in seinem Testament verfügt, dass sein Fahrer Andreas K. (44) jetzt der neue Boss über das Mode-Imperium ist.
"Ja, es stimmt, dass ich bei der Stasi war, aber ich war nur Fahrer", beteuert Andreas K. in der "Bild". "Ich habe hohe Tiere von der Stasi gefahren - zu geheimen Treffen." Er habe aber niemanden ausspioniert und sei auch bei Einsätzen nicht dabei gewesen.
Moshammer Testament eröffnet
Wer wieviele Millionen kriegt, ist noch unklar. Der wichtigste Erbe ist Mosis Fahrer und treuer Begleiter über Jahre. Er sei mit der Abwicklung aller Geschäfte beauftragt, sagte Moshammers Chauffeur in Medien-Interviews. "Es ist für mich eine große Ehre, was Herr Moshammer angeordnet hat", sagte der 44-Jährige der "Bild"-Zeitung. "Ich werde versuchen, sein Tagwerk fortzusetzen." Zuvor sagte er dem RTL-Journal "Punkt 12": "Ich habe die Vollmacht für Privat, Geschäft, Öffentliches Leben. Alles habe ich zu entscheiden." Laut "Bild" denkt er nun schon über sein Leben als Neureicher nach: "Wenn ich reich bedacht bin, muss ich mir Gedanken um meine Sicherheit machen!" Die Mordkommission gab ihm die Ladenschlüssel und Moshammers dickes Telefonbuch.
Der gestresste Erbe beteuert aber: "Die Leute denken doch, ich bekomme alles. Das weiß ich aber nicht." Moshammers Arzt und Vertrauter, Arnulf Borchers sagte, er gehe davon aus, dass Moshammer seiner Stiftung "Licht für Menschen ohne Obdach" einen Großteil seines Vermögens vermacht habe. Unklar ist weiter, wer der Haupterbe ist, der laut Testament die verschiedenen Vermächtnisse unter anderem an gemeinnützige Organisationen erfüllen soll.
Nach Borchers Worten wird der Chauffeur wahrscheinlich die Wohnung im noblen Stadtteil Harlaching erben, die er bereits seit Jahren bewohnt. Außerdem soll er eine Rente erhalten. Er hat Daisy bei sich aufgenommen. Auch Moshammers enge Vertraute Angela Opel werde wahrscheinlich bedacht sein.
Moshammers Modeboutique in der Maximilianstraße werde voraussichtlich nicht weitergeführt, sagte Borchers. "Ohne seinen Namen und ohne ihn hinter der Theke ist das unmöglich. Das Geschäft hat von seiner Person gelebt." Er rechne mit einem Räumungsverkauf. Weitergeführt werde hingegen voraussichtlich die Traditionsgaststätte "Hundskugel", die Moshammer 1983 gekauft hatte. Das 1440 erbaute Haus ist das älteste Gasthaus Münchens. Die Pächterin hat bereits angekündigt, sie wolle die Gaststätte "in seinem Sinne" weiterführen.
Obwohl Moshammer für seinen Tod alles geregelt hatte, wünschte er sich ein langes Leben. "Er wollte 90 Jahre alt werden - mit meiner Hilfe", sagte der Arzt. "Er hat gesund gelebt - ohne Alkohol und ohne Drogen." Er habe auch praktisch nicht geraucht und nur alle Monate habe er einmal ein Zigarillo gepafft.(apa/red)
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