"Seele von Geschäft verloren gegangen":
Moshammers Laden für immer geschlossen
- Daisy und Chauffeur wollen nicht in die Villa einziehen
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kam zur Trauerfeier
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Das Geschäft des ermordeten Modemachers Rudolph Moshammer an der Münchner Maximilianstraße bleibt für immer geschlossen. Das hat der Alleinerbe und Geschäftsteilhaber Walter Käßmeyer (76) nach deutschen Medienberichten beschlossen. "Der Laden ist und war Rudolph Moshammer. Und mit seinem Tod ist auch die Seele des Geschäfts verloren gegangen", ließ Käßmeyer durch einen Vertauten mitteilen. Trotz des Interesses mehrerer Modeunternehmer an einer Weiterführung komme ein Verkauf des Geschäfts nicht in Frage, hieß es.
Die noch in dem Geschäft vorhandene Ware solle zu einem späteren Zeitpunkt in seriöser und würdiger Form verkauft werden.
Chaffeur will nicht in Villa wohnen
Der verstorbene Modezar Rudolf Moshammer wünschte sich nichts mehr, als dass seine Daisy bis an ihr Lebensende in der Villa im Müncher Nobelort Grünwald wohnen kann. Nun jedoch scheint ihm dieser Wunsch unerfüllt zu bleiben. Denn der trauernde "Ziehvater" der Yorkshire-Dame und ehemalige Chauffeur von Mosi, Andreas K., will auf keinen Fall dort bleiben. Dafür will er sich in Österreich gemeinsam mit dem Hündchen eine Auszeit gönnen und die Erlebnisse in Ruhe verarbeiten. Diese Pläne stoßen bei Bekannten des Modezars auf Unverständnis.
Laut BILD-Zeitung sagte der 44-Jährige in einem Interview: "Daisy und ich schlagen es aus, in das Haus zu ziehen. In das Haus gehen wir nicht mehr. Es sind ja jetzt ganz andere Umstände. Herr Moshammer ist ermordet worden in dem Haus. Somit ist es jetzt frei für die Obdachlosen, denn die haben es vermacht bekommen, mit allem Drum und Dran."
Wird Haus versteigert?
Angeblich will der Chauffeur Herr K. die Villa nun versteigern lassen und die Einnahmen den Obdachlosen-Organisationen spenden. Er scheint ganz offensichtlich völlig überfordert mit seinem Erbe und mit dem Tod seines Chefs zu sein. "Für ihn ist sein Lebensinhalt zerstört", so der ehemalige Leibwächter des schrillen Vogels Moshammer über seinen Kollegen.
Um den ganzen Troubel hinter sich zu lassen, will nun Andreas K. mit Daisy nach Österreich verreisen. Doch auch diese Idee widerspricht Mosi. War dieser doch seit dem Tod seiner Mutter im Jahre 1993 nicht mehr mit seinem Gefährten verreist. Ein Bekannter sagte dazu: "Auch das hätte Mosi nie zugelassen. Daisy geht nicht gern auf Reisen. Sie wurde früher nur mitgenommen, wenn es gar nicht anders ging."
Nach dem Urlaub in Österreich wollen die Beiden es sich in einer 100 Quadratmeter Wohnung in München gemütlich machen. Doch dort hat die 12-jährige Daisy nicht mal einen Garten zum Spielen!
Dutzende besuchen Moshammers Grabstätte
Das Grab des ermordeten Münchner Modemachers Rudolph Moshammer zieht weiter Schaulustige und Trauergäste an. Auch zwei Tage nach dessen Beisetzung kamen am Montag Dutzende Münchner zum Ostfriedhof, um Grablichter anzuzünden oder Erinnerungsfotos zu machen. Zwischen den vielen Kerzen und Blumen lagen auch vereinzelt Briefe mit einem letzten Gruß an Moshammer: "Lieber Mosi, wir werden dich nie vergessen", stand auf einer Karte.
Am Eingang von Moshammers Boutique hing am Montag ein von Trauerflor umrahmtes Schild: "Das Geschäft bleibt heute geschlossen." Trauergestecke mit weißen Lilien und Rosen standen links und rechts des Eingangs. Unter Schneeflocken lagen auch dort sorgsam in Plastikfolie gesteckte Abschiedsbriefe. "Friede, Freude, Liebe und Geborgenheit für unseren Mosi" war darauf etwa zu lesen. Immer wieder legten Menschen Blumen nieder. Auf dem Gehsteig prangte festgefroren die Titelseite einer Zeitung mit den Worten "Servus Mosi" und einem Foto des Ermordeten. (apa)
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