Skihersteller Blizzard wechselt den Eigentümer: Rohol kauft das Unternehmen
- Raiffeisenverband Salzburg verkaufte Mittersiller Firma
- Per 1. April - Vertrag Mittwoch abend unterzeichnet
Der Raiffeisenverband Salzburg trennt sich per 1. April 2005 vom Mittersiller Skiunternehmen Blizzard Sport. Neuer Eigentümer ist die Firma IQ-Sport GmbH, ein Tochterunternehmen der Stöckl-Gruppe, die sich im Besitz der niederösterreichischen Unternehmerfamilie Stöckl befindet. Der Vertrag wurde am Mittwoch unterzeichnet, über die Verkaufssumme wurde nichts bekannt gegeben.
Mit dem Eigentümerwechsel soll für den Salzburger Skiproduzenten Blizzard eine neue Ära anbrechen. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt die IQ-Sport GmbH zu 100 Prozent die Anteile des RVS an der Blizzard Sport GmbH. Die IQ-Sport GmbH steht mehrheitlich (66,66 Prozent) im Besitz der Stöckl-Gruppe, mit insgesamt rund 1.700 Mitarbeitern eine weltweit tätige und verankerte Gruppe und somit eine Branchengröße in der Holz verarbeitenden Industrie. Weitere 33,33 Prozent der Anteile hält Karl Hofstätter, der ab 1.4.2005 als alleiniger Geschäftsführer die Interessen der Eigentümer wahrnehmen und das Unternehmen leiten wird.
Zum Thema Standortsicherung gibt es seitens der neuen Eigentümer ein ganz klares Bekenntnis zum jetzigen Standort in Mittersill: "In Zukunft ist geplant, Mittersill als Innovationszentrum der Marke Blizzard und als Drehscheibe des weltweiten Vertriebs auszubauen", so Hofstätter.
Aufbauend auf den Erfolgen der vergangenen Jahre setzen die neuen Eigentümer in der Positionierung der Marke Blizzard ganz klar auf Innovationskraft. Karl Hofstätter, Mastermind der brandneuen Systemlösung IQ, zur künftigen Markenpositionierung: "In Zukunft wird unser Fokus auf der Entwicklung von technologisch hochwertige Produkten mit echtem Kundennutzen liegen. Wir streben in allen Bereichen eine nachhaltige Positionierung der Marke als weltweit anerkannter Innovationsführer in der Skiindustrie an."
"Ein erstes Zeichen in diese Richtung ist das von Blizzard entwickelte IQ-System, welches dieser Tage (6.2.-9.2.05) auf der ISPO in München präsentiert wird. Innovationen wie IQ sind es, die Blizzard in Zukunft neue Marktchancen eröffnen und den Erfolg des Unternehmens langfristig weiter absichern werden. IQ und die künftige Unternehmensausrichtung von Blizzard werden daher die bestimmenden Themen auf der ISPO sein", betonte der neue Geschäftsführer.
"Die Stöckl-Gruppe ist wie Blizzard ein weltweit tätiges Unternehmen mit tiefen österreichischen Wurzeln. Wir sehen in Blizzard eine Marke, die in den letzten Jahren das Potenzial aufgebaut hat, eine wahre 'Edelschmiede' unter den Skiproduzenten zu werden. Diese Chance gepaart mit unserer jahrelangen Erfahrung in der gleichen Branche werden wir nützen, um die Firma und den Markt weiter auszubauen. Dies sind die Eckpfeiler, auf die wir als neue Eigentümer bei der Marke Blizzard setzen. Wir sind davon überzeugt, guten Gewissens in eine hervorragende österreichische Traditionsmarke investiert zu haben", erklärte Toni Stöckl.
"Wir wollten klare Strukturen und Kompetenzen schaffen", erklärte Raiffeisen-Generaldirektor Manfred Holztrattner. Der enorme Wettbewerb zwischen den großen Skiherstellern machte es erforderlich, Produktionszweige außerhalb der Skierzeugung zu forcieren.
Von diesem Eigentümerwechsel nicht betroffen sind Blizzard Composite und Blizzard Wingliner, die weiterhin mehrheitlich dem RVS angehören. Somit bleibt auch der Standort Mittersill erhalten.(apa/red)
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