Freitag, 21. Jänner 2005

Kein Preisnachlass: Fluggesellschaften verlängern die Treibstoffzuschläge

  • Thomas Cook dehnt Kerosinzuschläge aus 2005 aus

Flugpassagiere müssen für ein Ticket auch künftig tiefer in die Tasche greifen. Wegen des hohen Ölpreises behalten viele europäische Fluggesellschaften die kürzlich eingeführten Kerosinzuschläge vorläufig bei. Europas zweitgrößter Touristikkonzern Thomas Cook dehnte die Treibstoffzuschläge auf die Sommersaison 2005 aus, wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab.

Begründet wird dies mit dem anhaltend hohen Ölpreis. Reisende müssen bei Cook-Veranstaltern pro Reise (Hin- und Rückflug) innerhalb Europas elf Euro und zu anderen Kontinenten 24 Euro zusätzlich zahlen.

Der Veranstalter Alltours hatte vor wenigen Tagen als erster großer deutscher Reiseanbieter Kerosinzuschläge auch für den Sommer eingeführt. Auch die Veranstalter der Rewe-Touristik kündigten Zuschläge für den Sommer an. Marktführer TUI hat dagegen noch nicht entschieden, ob der geltende Zuschlag verlängert wird.

Zahlreiche Fluggesellschaften haben in Lauf des Vorjahres so genannte Treibstoffzuschläge eingeführt und diese mitunter später noch erhöht. So müssen etwa Passagiere der deutschen Lufthansa tiefer in die Tasche greifen, ebenso Kunden der British Airways, der niederländischen KLM, der Air France, Finnair, der Swiss, der kriselnden Alitalia und des Ferienfliegers Hapag-Lloyd.

Die österreichische Luftfahrtgruppe Austrian Airlines hat ihre mehrfach erhöhten Treibstoffzsuchläge Mitte Jänner wieder zurückgenommen: Auf Kurz- und Mittelstreckenflügen muss statt 9 noch 7 Euro pro Strecke bezahlt werden, für Langstrecken-Flüge beträgt der Zuschlag künftig 17 (statt 25), für Australien-Flüge 22 (statt 28) Euro. Als Grund nannte das Unternehmen eine leichte Entspannung am Treibstoffmarkt. Die Zuschläge waren im Vorjahr wegen der stark gestiegenen Spritkosten eingeführt worden. (apa)

21.1.2005 14:47