FORMAT: Bretter, die das Geld bedeuten: Atomic mit Gewinnen - Probleme für andere
- Top-Verdiener: Wie Atomic den Skizirkus dominiert
- Nur Fischer und Head können noch Paroli bieten
·Hochtechnologie für den Siegerski
FORMAT: In Atomic-Skiern stecken Innovationen
·Kneissl will eine Carving-Revolution
Tiroler Produzent setzt auf den "Kneissl PowerGlide"
·Skifirma Blizzard wechselt Besitzer
Raiffeisenverband verkauft an Stöckl-Gruppe
Der Konkurrenz wird ob der sportlichen Übermacht schon ganz klamm am Hahnenkamm. Kein Wunder, leistet sich Atomic-Chef Michael Schineis doch die mit Abstand größte, beste und auch teuerste Skiarmada der Welt:
Zu den nicht weniger als 60 Rennläufern im Alpinteam zählen neben Skisuperstar Hermann Maier die Weltcupanwärter Bode Miller und Benni Raich, die Abfahrtsasse Michael Walchhofer und Daron Rahlves, die Slalomdominatoren Giorgio Rocca und Kalle Palander sowie Österreichs Topdamen Michi Dorfmeister und Marlies Schild. Rennsporterfolge bringen PR-Coverage und Markenbekanntheit, beschreibt Schineis die Siegerstrategie, und die Konsumenten wollen den Winning Spirit einer erfolgreichen Marke, mit der sie sich identifizieren.
Perle im Amer-Konzern
Die hohen Investitionen in das Erfolgsimage rechnen sich: Innerhalb des finnischen Sportartikelkonzerns Amer, an den Atomic nach dem Konkurs von Firmengründer Rohrmoser vor zehn Jahren verkauft wurde, zählt der heimische Skihersteller mittlerweile zu den wertvollsten Assets. Schineis: "Anfangs haben wir von Amer viel Hilfe bekommen, inzwischen sind wir eine tragende Säule der Gruppe."
Am Skiweltmarkt hat sich Atomic mit 900.000 abgesetzten Paar Ski hinter der Rossignol-Gruppe auf Platz zwei etabliert, in Österreich liegen die Altenmarkter mit großem Abstand vor Fischer (siehe Grafiken). Zum Amer-Konzerngewinn trug der Wintersportbereich 2003 mit 28 Millionen Euro mehr bei als etwa die Tennis- und Golfmarke Wilson oder der größte US-Fitnessgerätehersteller, Precor.
Konsolidierung in der Skibranche
So mancher Mitbewerber muss derzeit mehr Augenmerk auf seine eigene Zukunft als auf das Abschneiden im Weltcup legen. So greift der US-Bekleidungshersteller Quiksilver nach dem weltgrößten Skiproduzenten Rossignol. Eigentümer Laurent Boix-Vives ist noch nicht verkaufswillig - allerdings bereits 78 Jahre alt und ohne familieninternen Nachfolger.
Der kürzlich vom amerikanischen K2-Konzern übernommenen deutschen Marke Völkl droht aus Kostengründen eine Produktionsverlagerung nach China, was das Ende der letzten deutschen Skiproduktion wäre. In der Schweiz, einem Kernland des alpinen Skisports, hat mit der Skifabrik Stöckli ein einziger Erzeuger überlebt, der allerdings gerade ein Zwanzigstel der Atomic-Produktionszahl erreicht. Bei der französischen Marke Salomon, die 1997 von Adidas aufgekauft wurde, wird ein guter Teil der Skiproduktion in den nächsten Jahren von Annecy nach Rumänien verlagert. Verkaufsgerüchte dementiert Adidas-Chef Herbert Hainer allerdings.
Fischer und Head bieten Paroli
Stabile Spuren im pickelharten Konkurrenzkampf ziehen derzeit nur Fischer und Head. Fischer-Geschäftsführer Gregor Dietachmayr ärgert sich zwar über zu wenig Schnee in diesem Winter, hofft aber, das Rekordergebnis vom Vorjahr wieder zu erreichen. Head-Wintersportchef Klaus Hotter erwartet heuer einen Produktionszuwachs um sechs Prozent auf 600.000 Paar und freut sich über die Siege seines Shooting Stars Hans Grugger in Bormio und Chamonix.
Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT!
Euro-Krise Spanien16:18
Spanien am AbgrundRettung einer maroden Großbank stößt Spanien tief in den Strudel der Euro-Krise
Steiermark19:54
Tödlicher TauchgangFrau fährt in einen Wasserkanal der Mur. Lenkerin wird nur noch tot geborgen.
EURO 2012 Deutschland19:32
EM ohne DraxlerLöw sortiert vier Spieler aus dem Teamkader aus. Auch Stürmer Cacau nur Zuseher.

