Telekom Austria: Schlacht um restlichen Staatsanteil ist voll entbrannt
- Sondierungsgespräche sollen nun geführt werden
- TA-Viertel kostet nach aktuellem Kurs rund 1,8 Mrd. Euro
Die vollständige Privatisierung der Telekom Austria (TA) ist in der ÖIAG zwar erst angedacht, der Kampf um den verbleibenden Staatsanteil von 25,1 Prozent sei aber schon voll entfacht, schreibt die "Presse". Es sollen bereits Sondierungsgespräche auf höchster politischer Ebene laufen.
Neben den MobilTel-Verkäufern Schlaff/Taus/Cordt sollen sich eine Bietergruppe um den Bauindustriellen Hans-Peter-Haselsteiner und die RZB sowie die ausländischen Fondsgesellschaften Apax und Providence interessieren. Konkret sollen zwei Konsortien in Regierungskreisen die Lage ausloten - um ein Debakel wie bei der Swisscom zu vermeiden, heißt es weiter. Nach aktuellem Kurs der TA-Aktie kostet das TA-Viertel rund 1,8 Mrd. Euro.
Die Bietergruppe aus den drei Geschäftsleuten Martin Schlaff, Josef Taus sowie Herbert Cordt, die den bulgarischen Handynetzbetreiber MobilTel an die TA verkauft hat, soll vor allem bei Bundeskanzler Schüssel hoch im Kurs stehen, so die "Presse". Vergangene Woche soll es schon ein Vieraugengespräch zwischen Schüssel und Schlaff gegeben haben.
Finanzminister Grasser soll dem Bericht zufolge hingegen die Bietergruppe um den Bauindustriellen Hans-Peter Haselsteiner sowie die Raiffeisen Zentralbank favorisieren. Die Gruppe soll zur Sondierung auch bereits in der Himmelpfortgasse vorstellig geworden sein. Raiffeisen wurde schon einmal, während der Verkaufsgespräche mit Swisscom, als Interessent für die TA genannt.
Laut Presse soll eine dritten Gruppe, bestehend aus den internationalen Fondsgesellschaften Apax und Providence, interessiert sein. Allerdings würde den österreichischen Gruppen ein wesentliches Plus eingeräumt, da gegen österreichische (Kern)Aktionäre weder die Gewerkschaft noch die Opposition Stimmung machen könnten. (apa)
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