Projekt Spielberg: Rund 2.000 bei Schüler- und Lehrlingsdemonstration in Knittelfeld
- Handsignierter Papp-Hubschrauber für Mateschitz
Rund 2.000 obersteirische Schüler und Lehrlinge, aber auch Erwachsene demonstrierten Montagmittag am Kapuzinerplatz in der Bezirkshauptstadt Knittelfeld, um ihre Unterstützung für des Red Bull-Projekt Spielberg zu zeigen. Zwei Judenburger HAK-Schüler hatten zu der Kundgebung vergangene Woche aufgerufen. Die Demonstranten hatten für die Aktion schulfrei bekommen, kurze Freistellungen gab es laut den Organisatoren auch von der ÖBB-Lehrwerkstätte sowie der Berufsschule in Knittelfeld. "Obwohl es bitterlich kalt ist, sind rund 2.000 Menschen gekommen", ein Mitarbeiter des Stadtmarketings Knittelfeld.
Die hunderten Teilnehmer lauschten der Musik von Bands und signierten einen Papphubschrauber in den Red Bull-Farben Silber, Blau und Rot, der als Zeichen der Unterstützung nach Salzburg in den Hangar 7 von Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz gebracht werden soll. Etliche Schüler und Lehrlinge ergriffen das Wort und gaben Pro Spielberg-Erklärungen ab. Politik-Vertreter waren zwar unter den Manifestanten, meldeten sich aber nicht zur Sprache, so einer der Veranstalter. Der Kapuzinerplatz sei während der zweistündigen Veranstaltung immer dicht besetzt gewesen.
"Demo" von Streckenposten und Hilfsorganisationen am Sonntag
Wie einer der Organisatoren von "Jugend für Projekt Spielberg", der 17-jährige Michael Hammer, erklärte, habe man im Vorfeld mit rund 1.300 Demonstranten gerechnet, nun seien es insgesamt wohl an die 2.000 geworden. Der Papp-Hubschrauber, den man nun zu Mateschitz bringen wolle, hatte früher bei einem Faschingsumzug als "Medicopter" gedient und ist umgestrichen bzw. mit hunderten Unterschriften "aufgerüstet" worden.
Am Sonntag hatte es am Gelände des ehemaligen A1-Rings eine kurzfristig angesetzte Demonstration von rund 200 früheren Streckenposten, Angehörigen von Rettungseinrichtungen sowie Feuerwehrleuten gegeben. Diese hatten einen Rückbau des Rings zu einer Rennstrecke gefordert, wenn das Red Bull-Projekt Spielberg nicht zu Stande komme. Für die Region wäre es schlimm, wenn die Rennstrecke als Tourismusmagnet der Region als Trümmerhaufen ende, so die Verantwortlichen.
Klasnic: Erster Sprechtag am Donnerstag
Die steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (V) gab am Montag bekannt, dass sie in den Gesprächen mit Vertretern und Bewohnern der obersteirischen Region Aichfeld-Murboden in der vergangenen Woche "vermehrte wechselseitige Kommunikation als wichtigstes Anliegen heraus gehört" habe. Deshalb werde am kommenden Donnerstag, 20. Jänner um 15.30 Uhr in der Bezirkshauptmannschaft Knittelfeld der erste Sprechtag stattfinden.
(apa)
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