Französische Regierung mit Streikwelle konfrontiert: Die Post legte Arbeit nieder
- Behinderungen im Bahnverkehr werden erwartet
- Konflikt um den Erhalt der 35-Stunden-Woche
Eine Streikwelle im öffentlichen Dienst Frankreichs führt am Mittwoch auch zu Behinderungen im grenzüberschreitenden Bahnverkehr. Am Dienstag waren bereits die Mitarbeiter der französischen Post und der Energiekonzerne EDF/GDF aufgerufen, ihre Arbeit ruhen zu lassen. Die Lehrer und die meisten anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst folgen am Donnerstag.
Die Gewerkschaften protestieren gegen Privatisierungspläne, Stellenabbau, Budgetkürzungen sowie für höhere Gehälter. Für den 5. Februar haben sie zu einem landesweiten Aktionstag für den Erhalt der 35-Stunden-Woche aufgerufen. Die Regierung des liberal-konservativen Premierministers Jean-Pierre Raffarin will die gesetzlich geregelte Arbeitszeitverkürzung, eine der herausragenden Reformen von Raffarins sozialistischem Vorgänger Lionel Jospin, abschwächen und flexibilisieren.
Die Eisenbahner machen vor allem gegen die geplante Streichung von 3.590 Stellen in diesem Jahr mobil. Verkehrsminister Gilles de Robien erklärte, er rechne mit bedeutenden Störungen im Bahnverkehr. Die Thalys-Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Köln und Paris sollen aber planmäßig fahren. Der Streik beginnt am Dienstagabend um 20.00 Uhr, ab Donnerstagmorgen 08.00 Uhr wollen die Eisenbahner wieder arbeiten.
Einer CSA-Umfrage für die Zeitung "Le Parisien/Aujourd'hui en France" zufolge haben rund zwei Drittel der Franzosen Verständnis für die Arbeitsniederlegungen. (apa)
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