Letztes Slalom-Abtasten vor Bormio-WM: Sonntag in Kitzbühel, Dienstag Schladming
- Palander will in Kitzbühel 3. Sieg am Ganslern an suite
- Rennen am Sonntag ab 10.30 Uhr LIVE auf networld.at!
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Am Sonntag in Kitzbühel und zwei Tage später in Schladming gehen vor der WM noch die zwei Saison-Höhepunkte im Slalom-Weltcup in Szene. Zunächst geht es in Kitz (ab 10:30 LIVE auf networld.at) nicht nur um 155.000 Euro Slalom-Preisgeld. Titelverteidiger Kalle Palander kann es auf dem Ganslern mit dem dritten Sieg in Folge Ingemar Stenmark gleichtun und Benjamin Raich will in Slalom und Kombination punkten, um Bode Miller im Weltcup nicht davon eilen zu lassen.
Nach der "Superkombi" von Wengen wird am Sonntag in Kitzbühel wieder klassisch mit der Abfahrt vom Samstag kombiniert. Im Vorjahr war bekanntlich Miller der beste Allrounder und damit Hahnenkammsieger, im Slalom war Palander wieder die Nummer eins gewesen. Der Wahl-Kitzbüheler aus Finnland ist in dieser Saison aber im Gegensatz zu Raich oder Giorgio Rocca (ITA) noch sieglos, da kommt Kitzbühel gerade recht,
Palander will dritten "Ganslern"-Sieg
"Der Sonntag wird für mich wirklich ein wichtiger Tag", gestand Palander. Coach Christian Leitner ist sogar überzeugt: "Für Kalle ist das hier sogar das Saisonziel, denn Stenmark war der letzte, der drei Siege in Folge geschafft hat." Außer dem Schweden, der insgesamt fünf Mal und zwischen 1981 und 1983 drei Mal in Folge triumphiert hatte, war das nur dem Franzosen Jean-Noel Augert (1971-73) gelungen.
Österreichs Slalom-Asse verzichteten erstmals auf einen Start in Westendorf, bereiteten sich beim Europacup in Mellau, in Hinterreith (Pranger, Engl), St. Anton (Matt) oder wie Rainer Schönfelder (Petzen) mit Privattraining in der Heimat vor. Der Kärntner, Raich, Pranger und Matt wären das derzeitige WM-Quartett, "aber es stehen noch zwei Slaloms aus und da sind noch Einige mit im Rennen", so Slalomcoach Gerd Ehn.
Österreich mit "bester Slalommannschaft der Welt"
Ehn ist für Kitz zuversichtlich. "Wir haben die beste Slalommannschaft der Welt und zumindest vier Leute, die jederzeit auch gewinnen können." Allein: "In keiner anderen Alpin-Disziplin ist die Konkurrenz so groß wie im Slalom und bei jedem Rennen kommen einige Überraschungen hinzu. Die Dichte ist also enorm." Seit Ehn Slalomchef ist, haben die Österreicher drei Mal in Kitz gewonnen, zumindest einer war stets auf dem Podest. "Und einen Podestplatz erwarten wir auch diesmal", so Ehn."
Raich geht im Roten Trikot in den Slalom, fährt wie seine vier WC4-Kollegen (nur Michael Walchhofer benützt die neuen Schienbeinschützer) aber auch um Kombipunkte. Der Fehler von Wengen ist abgehakt. "Nur wenn man Gas gibt kann man Rennen gewinnen, manchmal passieren da halt auch Fehler", so Raich, der im Gegensatz zu Miller hin und wieder auch pausiert.
"Ob der Weltcup über die Kondition entschieden wird, weiß ich nicht. Ich hole für mich das Maximum raus, der Rest interessiert mich nicht", so Raich. "Und die Umstellung von den langen Latten taugt mir sogar, das gibt mir einen guten Rhythmus." Zur Aufholjagd gegen Miller meinte er: "Er ist in Abfahrt und Super G sicher stärker, ich habe aber auf dem Ganslern immer gute Leistungen gebracht. Hier muss man sehr genau zu fahren, das liegt mir."
Zehnter ÖSV-Slalomfahrer in Kitz ist Martin Kroisleitner. Das dank Kombi vergrößerte Kontingent wird aber nicht voll ausgeschöpft, weil der Europacup wichtiger ist. In Schladming kommen voraussichtlich aber wieder Patrick Bechter und Andreas Omminger zum Zug.
ÖSV-Aufgebot Slalom/Kombination:
Schönfelder, Matt, Pranger, Raich (+K), Engl, Marinac, Herbst, Albrecht, Kroisleitner, Walchhofer (+K), Scheiber (+K), Maier (+K), Gruber (+K)
(apa)
