Sonntag, 23. Jänner 2005

Keine "Streif"-Abfahrt 2005: Wind und Schnee sorgen für Absage in Kitzbühel

  • Strecke wurde durch warme Temperaturen zu gefährlich
  • Rennen wird in Garmisch oder Kvitfjell nachgetragen

Um 9:15 Uhr war es Gewissheit. Trotz enormen Arbeitsaufwandes musste die Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel aus Sicherheitsgründen abgesagt werden. Regen, Schneefall und starke Windböen haben nach dem Super G auch eine Absage der Abfahrt herbeigeführt. Damit gibt es 2005 keine "Streif"-Abfahrt im Weltcup. "Wir haben die ganze Nacht durchgearbeitet, die Schneekonstitution im unteren Streckenbereich hat aber kein Rennen ermöglicht", meinte FIS-Renndirektor Günther Hujara.

Der Jury-Entscheid wurde aus Rücksichtnahme gegenüber den Läufern getroffen. Hujara: "Durch die warmen Temperaturen im unteren Bereich haben wir den Schnee nicht so bearbeiten können, wie es sein hätte müssen. Unten ist der Schnee ein lockerer Grieß. Wir konnten da die Fahrer nicht mit bis zu 140 km/h durchschicken. Uns blieb keine andere Wahl, wir mussten die Abfahrt absagen."

Kitz wird also 2005 keine Abfahrt erleben, das Rennen ist aber deswegen nicht ersatzlos gestrichen. Ob die Kitz-Abfahrt nun unmittelbar nach der WM in Garmisch oder Anfang März in Kvitfjell nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Eher in Norwegen, denn dort erklärte man sich schon bereit, eine zusätzliche Abfahrt ins Programm zu nehmen. Auch Garmisch hat Interesse, dort gibt es wegen der Nordischen WM in Oberstdorf aber TV-Probleme.

Harte Arbeit wurde nicht belohnt>/b>
Zum zweiten Mal nach Freitag (Absage des Super G) blieb also der aufopferungsvolle Kampf der Arbeiter vom Kitzbüheler Skiclub und dem Bundesherr sowie von den Kitzbüheler Bergbahnen ohne Belohnung. Das Team hatte die gesamte Nacht durchgearbeitet. Laut Pistenchef Peter Obernauer zunächst bis 24 Uhr mit Pistenmaschinen. Dann waren 150 Arbeiter auf der Streif, ab 4:00 Uhr sogar mehr als 300 Personen.

Gefahren wurde lediglich bei der 9. Kitz Charity Trophy. Auf dem Zielhang der Streif bestritten Promis wie Franz Klammer, Stephan Eberharter, Kate Allen oder DJ Ötzi für einen guten Zweck einen Riesentorlauf, Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone fungierte als Renndirektor.

(apa/red)

23.1.2005 13:23