Ski alpin: Helle Aufregung in Kitzbühel - sind künftige Rennen in Gefahr?
- Neuer Lift unabdingbar - Bergbahnen sind dagegen
- Sailer: "Super G und Slalom künftig nicht mehr möglich"
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In Kitzbühel herrscht Aufregung. Um auch künftig neben der Abfahrt weitere Rennen durchführen zu können, ist ein neuer Lift unabdingbar. Die Bergbahnen sind aber aus Rentabilitätsgründen gegen den Bau. "Damit würde es keinen Super G und keinen Slalom mehr geben, auch ein Riesentorlauf wäre nicht mehr möglich", sagte Rennleiter Toni Sailer am Mittwochabend bei der Mannschaftsführersitzung der 65. Hahnenkamm-Rennen. Von dem Problem nicht betroffen ist die klassische Abfahrt.
Viele Weltcup-Orte müssen derzeit ihre Infrastruktur verbessern, um den aktuellen Anforderungen der FIS für die Durchführung von Rennen zu genügen. Betroffen davon sind z.B. Wengen, Adelboden und auch Kitzbühel. "Die Standards sind klar und auch der Maßstab für Kitzbühel", sprach auch FIS-Renndirektor Günther Hujara klare Worte. "Kitzbühel ist unser Highlight, unvorstellbar dass es nicht mehr am Programm wäre", so Hujara.
Der Kitzbüheler Sailer, der auch Vorsitzender des FIS-Alpinkomitees ist, spricht sich deshalb klar für einen neuen Lift bis zum Super-G-Start mit einer Ausstiegs-Stelle beim Slalom aus. Sailer: "Wie in der Formel 1 hat auch im Skisport niemand eine Garantie. Wenn die Strecke nicht erneuert wird, ist das Rennen weg."
So spektakulär die Rennen auf der Streif und auf dem Ganslern sind, punkto Infrastruktur sind die Verhältnisse auf dem berühmtesten Skiberg der Welt offenbar alles andere als optimal. Die Trainer bewerten in ihrem Ranking Kitzbühel diesbezüglich seit Jahren ganz schlecht. (apa/red)
