Ski-Größen im Training mit Riesenrespekt vor der Streif: "Gerade noch gut gegangen"
- Miller von Strecke beeindruckt: "Ich hatte Riesenglück"
- Daron Rahlves schwang ab,
·Kitz sucht neuen
"König der Streif"
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Selbst die abgebrühtesten Läufer atmeten nach dem Abfahrtstraining im Zielraum der Streif kräftig durch. Durchgebeutelt von den vielen Wellen waren die meisten froh, heil und mit ganzen Knochen im Ziel zu sein. Bis auf den Italiener Alessandro Fattori, der bei seinem Sturzflug bei der Querfahrt eine blutende Oberschenkelwunde und eine Knieverletzung erlitt, gelang das auch. Die Erleichterung war den Meisten aber anzusehen. Auch Weltcup-Leader Bode Miller gestand: "Ich hatte Riesenglück. Mit so vielen Fehler kommst du normal hier nicht ins Ziel."
Der US-Amerikaner hat in Lake Louise und Beaver Creek die ersten zwei Saison-Abfahrten gewonnen und gilt zusammen mit seinem Landsmann Daron Rahlves als Österreich-Jäger Nummer eins. Super-G-Titelverteidiger Rahlves schwang aber am Dienstag gleich nach dem Start wieder ab, zu sehr schmerzt ihn nach dem spektakulären Sturzflug von Adelboden noch das geprellte Schienbein.
Miller vom Strecke schwer beeindruckt
Miller hat lediglich seinen siebenten Platz aus dem Vorjahr als bestes Speed-Ergebnis in Kitz vorzuweisen, sich aber seitdem weiter gesteigert. Am Dienstag war der Weltcup-Leader zunächst aber froh, gesund im Ziel zu sein. "Ich hatte praktisch in jeder Kurve einen schweren Fehler, war manchmal nur noch Zentimeter vom Netz weg. Das ist gerade noch gut gegangen", sagte Miller.
Dem US-Amerikaner ist klar, dass auf der Streif Fehler an sich schwer bestraft werden. "Deshalb muss ich diese Fahrt genau analysieren. Denn so etwas darf nicht mehr passieren.". Ob diese Strecke besonders gefährlich sei? Miller: "Natürlich, das ist das Hahnenkamm-Rennen. Das ist bei allen Bedingungen brandgefährlich. Aber wenn das Licht so schlecht ist wie heute, wird es noch gefährlicher."
Rauffer rechnet sich nichts aus
Sollte es wie vorhergesagt schneien, könnten auch die Chancen von Gröden-Sensationssieger Max Rauffer steigen. Nur ihm und Miller ist es bisher gelungen, die Österreicher in der Abfahrt zu schlagen. Doch der 32-jährige Deutsche rechnet sich am Hahnenkamm so gut wie nichts aus: "An sich tu ich mir auf der Streif traditionell sehr sehr schwer. Ich fühle mich auf typischen Gleitstrecken einfach wohler".
(apa)
