Bald Frieden im Nahen Osten? Militante Palästinenser zu Waffenruhe bereitet
- Hamas-Bedingung: Ende der israelischen Besatzung
- Abbas soll Waffenstillstand ausverhandelt haben
·Gaza: Palästinenser
sichern die Grenze
Hunderte sollen Angriffe gegen Israel verhindern
·Friedenshoffnung im Nahen Osten!
Israel nimmt Kontakt zu Palästinensern auf
·Palästina: Soldaten
an Grenze zu Israel
Abbas nahm Verhandlung
mit Hamas-Bewegung auf
·Abbas ordnet einen Stopp der Gewalt an
Hamas gegen Forderung des neuen PLO-Chefs
Eine zumindest 30-tägige Waffenruhe im Nahen Osten könnte nach Einschätzung des palästinensischen Kabinettsministers Nabil Shaath schon in wenigen Tagen erreicht werden. Shaath dämpfte am Sonntag allerdings Hoffnungen, dass Präsident Mahmud Abbas bereits die Zusicherung der radikalen Organisationen Hamas und Islamischer Dschihad erhalten haben könnte, ihre Angriffe auf Israel einzustellen.
Äußerungen in diese Richtung hatte es am Morgen seitens des israelischen Verteidigungsministeriums gegeben, wurden allerdings umgehend dementiert. Der Sprecher der Hamas-Organisation im Gazastreifen, Sami Abu Suhri, bestritt eine konkrete Vereinbarung. Noch gebe es keine Waffenruhe, sagte er in Gaza. "Hamas ist bereit, auf Rufe nach Ruhe positiv zu reagieren, wenn Israel seine Aggression stoppt", sagte Abu Suhri. "Wir können keine Waffenruhe akzeptieren, bevor sich die Besatzer klar zu einem Ende der Angriffe verpflichtet haben." Zudem müssten Forderungen seiner Organisation - Truppenabzug und Freilassung der Gefangenen - erfüllt werden.
Der palästinensische Kabinettsminister Shaath kommentierte die neuesten Entwicklungen dennoch positiv: "Die Dinge entwickeln sich in die richtige Richtung." Eine Waffenruhe sei aus seiner Sicht "nicht mehr eine Frage von Wochen, sondern von Tagen". Präsident Abbas habe seinen Aufenthalt im Gazastreifen eigens verlängert, um zu einer Vereinbarung zu kommen. Shaath lobte zudem die Ankündigung des israelischen Verteidigungsministers Shaul Mofaz, im Falle eines Gewaltverzichts palästinensischer Extremisten die Militäraktionen im Gazastreifen und dem Westjordanland auszusetzen. (apa)
