Mittwoch, 19. Jänner 2005

Umfrage hat ergeben: Bekämpfung von Armut und Terrorismus hat Vorrang

  • 60.000 Menschen wurden in über 60 Ländern befragt

Die Bekämpfung von Armut, Hunger und Terrorismus steht bei den Forderungen an die Regierenden weltweit an erster Stelle. Das ergab eine Umfrage des Instituts Gallup im Auftrag des Weltwirtschaftsforums in Genf, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Befragt wurden über 60.000 Menschen in mehr als 60 Ländern.

Der Kampf gegen Armut und Terrorismus stehen für je 14 Prozent der Befragten im Vordergrund, gefolgt von der Verhinderung von Krieg und der Förderung des Wirtschaftswachstums (je 13 Prozent). Für die US-Amerikaner hat die Terrorismusbekämpfung absoluten Vorrang: 26 Prozent sehen darin die zentrale Aufgabe ihrer Führung. Die Lateinamerikaner nannten mit 30 Prozent überdurchschnittlich oft die Ausrottung von extremer Armut als Hauptanliegen.

Mit ihren Entscheidungsträgern ist die Weltbevölkerung dabei nach wie vor nicht zufrieden: Drei von vier Befragten (73 Prozent) finden, dass für die Bekämpfung von extremer Armut und Hunger sowie für die Verringerung der Kluft zwischen Arm und Reich zu wenig getan wird. Die Kritik kommt vor allem aus Westeuropa. (apa)

19.1.2005 17:03