Nach Flut-Katastrophe: Außenministerin Ursula Plassnik zu Besuch in Sri Lanka!
- Ministerin: Soforthilfe für Österreicher abgeschlossen
- Asiatische Staaten beraten über Frühwarnsystem
·Flut-Hilfe: Weit über
100 Austro-Initiativen
Dank Spendenbereitschaft
Erkundungsteams vor Ort
·Sri Lanka: Rot-weiß- rote Helfer bleiben
Dauer des Einsatzes ist noch nicht absehbar
Die Soforthilfe und die vernetzte Suche nach österreichischen Vermissten in den Tsunami-Gebieten sind laut Außenministerin Ursula Plassnik (V) abgeschlossen: "Dieser Teil der Arbeiten ist erledigt", sagte Plassnik am Dienstag im Gespräch mit der APA. Seit Sonntag befindet sie sich auf Besuch in Sri Lanka, wo sie am Dienstag die zerstörten Gebiete in der Provinz Galle im Süden des Landes besichtigte.
Zu Beginn der Katastrophe sei es darum gegangen, vernetzt zu erheben, wie viele Österreicher sich in den betroffenen Regionen befinden, sagte Plassnik. "Wir haben noch 101 Fälle nicht klären können", so Plassniks vorläufiges Resümee. Jetzt verlagere sich der Schwerpunkt auf den Wiederaufbau.
Laut Plassnik liegt Österreich bei den Projekten zum Wiederaufbau "sehr gut". Die Hilfsleistungen würden in der Bevölkerung sehr gut aufgenommen. Sie selbst hat sich am Dienstag einen Eindruck von den Zerstörungen in der Provinz Galle gemacht, wo auch die Standorte der Österreich-Dörfer geplant sind: "Die Verwüstungen sind offenkundig", so Plassnik. Vorrangig gelte es, für die rund 80.000 obdachlos gewordenen Menschen ein Dach über dem Kopf zu schaffen: "Es hat die Ärmsten der Armen getroffen." Auch die Schäden an der auf weiten Strecken zerstörten Eisenbahn würden von österreichischen Experten evaluiert.
Habe "sich selbst ein Bild machen" wollen
Als Zweck ihrer Reise nannte Plassnik, sie habe "sich selbst ein Bild machen" wollen. So sei es möglich, auf die speziellen lokalen Bedürfnisse einzugehen. Generell sei das Bedürfnis, "zur Normalität zurückzukehren" groß, so Plassnik. Die Sri-Lankaner würden die Belastungen "mit Geduld ertragen".
Plassnik ist am Dienstag mit lokalen Politikern und Vertretern von UNO-Organisationen zusammengetroffen. Auch die AFDRU (Austrian Forces Desaster Relief Unit)-Einheit des Bundesheeres besuchte sie.
Weitere Reisen in andere vom Tsunami betroffenen Länder seien derzeit nicht vorgesehen, so Plassnik. Die Außenministerin soll am Mittwoch nach Wien zurückkehren.
Asiatische Staaten beraten über Frühwarnsystem
Mehrere asiatische Staaten haben am Dienstag Gespräche über den Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystems begonnen. An dem Treffen in Peking nahmen Vertreter der zehn ASEAN-Staaten sowie aus China, Japan und anderen Ländern teil.
Zu Beginn der Konferenz legten die Teilnehmer eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer der Flutwellenkatastrophe in Südasien ein. "Wären wir letzten Monat besser vorbereitet gewesen, wäre der Verlust an Menschenleben weitaus geringer gewesen", sagte der Vize-Landwirtschaftsminister von Laos, Sitaheng Rasphone.
(apa/red)
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