Mittwoch, 19. Jänner 2005

Chef des DNA-Labors pessimistisch: "Viele
Tsunami-Tote nicht mehr identifizierbar"

  • NEWS: Aus Thailand noch keine Proben eingetroffen
  • Chef-Forensiker: "DNA-Proben der Opfer hochinfektiös"

Wie das aktuelle Nachrichtenmagazin NEWS berichtet, sinkt die Chance auf eine Identifizierung der rund 130 noch vermissten Österreicher nach der Flutkatastrophe in Südostasien rapide. Grund: Fast alle der wenigen, bis jetzt im DNA-Zentrallabor in Innsbruck eingetroffenen Proben sind durch Verwesung und Bakterienangriff derart "verdorben", dass dadurch auch die DNA-Struktur verändert wurde. Fazit: Labor-Chef Walther Parson spricht von einer "sehr schwierigen, jahrelangen Arbeit" und stellt eine bittere Folgerung für die wartenden Angehörigen auf: "Bei vielen Toten wird eine Identifizierung überhaupt nicht mehr möglich sein."

Das Problem ist vor allem die mangelhafte Kühlung der Proben vor Ort. Jene Turbo-Gefriermaschinen, wie sie etwa in Innsbruck eingesetzt werden, sind in Sri Lanka und Thailand natürlich nicht vorhanden. "Die Zeit drängt", warnt Parson.

Außerdem beklagt Parson, dass etwa aus Thailand, wo die meisten Österreicher ums Leben gekommen sein dürften, überhaupt noch keine Proben eingetroffen sind. Parson: "Die örtlichen Behörden haben bisher keine Erlaubnis für die Ausfuhr gegeben."

Noch mehr Informationen finden Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!

19.1.2005 12:55