Lawinenabgang auf der Schmittenhöhe in Zell am See: Skifahrer lebend geborgen!
- Montafon: Lawinenunglück im Montafon - 1 Todesopfer
Bei der Bergstation der Schmittenhöhebahn in Zell am See ist am Sonntagnachmittag kurz vor 14.30 Uhr eine Lawine abgegangen. Zwei Skifahrer wurden verschüttet , teilte das Rote Kreuz mit. Kurze Zeit nach dem Abgang des Schneebretts konnte ein Skifahrer lebend geborgen werden.
Die Person sei unterkühlt, aber ohne äußere Verletzungen geborgen worden, sagte Franz Michel, stellvertretender Katastrophenschutzreferent des Pinzgaus, der APA. Der Verschüttete - es handelt sich um eine englischsprachige Person - wurde mit dem Hubschrauber ins Tal transportiert und anschließend ins Krankenhaus Zell am See gebracht, hieß es beim Roten Kreuz.
Laut Augenzeugen sei nur eine Person verschüttet worden, sagte Michel. Die Lawine hatte sich gegen 14.10 Uhr unterhalb der Bergstation der Schmittenhöhebahn gelöst. Das Unglück habe sich in ungesichertem Gelände ereignet, erklärte der Katastrophenschutzreferent.
Zum Unglückszeitpunkt herrschte in großen Teiles des Bundeslandes Salzburg Warnstufe vier und damit große Lawinengefahr. "Einzelne größere Abgänge in den Nordalpen und Tauern können sich heute im Tagesverlauf noch von selbst lösen, die Gefahr ist hier groß", hieß es im Lawinenlagebericht für Sonntag.
25-jähriger Stuttgarter im Montafon getötet
In Gargellen im Montafon waren fünf Männer im Alter zwischen 19 und 27 Jahren am Samstag gegen 16.00 Uhr in einen durch Blinklichter und Absperrband gesicherten Steilhang eingefahren und hatten die Lawine selbst ausgelöst. In der 40 Grad steilen und durch Triebschnee verwehten Rinne unter dem "Spielmannkopf" löste sich durch die Zusatzbelastung der Snowboarder ein 700 Meter breites Schneebrett, das die Freizeitsportler etwa 100 Meter mitriss und verschüttete.
Die Gruppe hatte kein Verschütteten-Ortungsgerät ("Piepser") bei sich. Ein Mitglied konnte sich selbst befreien. Drei der jungen Männer wurden rechtzeitig geortet und geborgen, zwei davon wurden mit Unterkühlungen in das Krankenhaus Bludenz geflogen. Für den 25-Jährigen aus Stuttgart kam jede Hilfe zu spät, er wurde gegen 17.30 Uhr tot aus der Lawine geborgen. (apa)
