Fünf-Tage-Woche für Schüler: SP begrüßt
Einlenken Gehrers bei der Schulreform
- Ministerin muss aber 'konsequente Arbeit' folgen lassen
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SPÖ-Bildungssprecher Niederwieser begrüßte am Samstag, dass Bildungsministerin Gehrer nun in Richtung SPÖ-Vorschläge wie ganztägige Betreuung, Fünf-Tage-Woche und Deutschkurse im Vorschulalter einlenke. Skeptisch über die Reformbereitschaft Gehrers äußerte der Grüne Bildungssprecher Brosz.
"Es ist gut, dass Gehrer endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und erkennt, dass die im SPÖ-Bildungsprogramm enthaltenen Konzepte internationalen Standards entsprechen und bewährte Erfolgsmodelle sind", meinte Niederwieser.
Gehrer müsse den Ankündigungen aber auch "konsequente und zielführende Arbeit" folgen lassen. Sie solle die konkreten Reformpunkte - Vorschule, Ganztagsschule, gemeinsame Schule der Sechs - bis 15-Jährigen, Lehrerausbildung, geschlechtersensiblen Unterricht sowie weitgehende Aufhebung der Zwei-Drittel-Mehrheit bei Schulgesetzen - mit der Zukunftskommission, Experten sowie Schüler-, Lehrer- und Elternvertretern besprechen. Wenn Gehrer nun den Dialog in den Vordergrund stelle, könne das Reformprojekt Schule 2010 im Juni stehen, so Niederwieser.
Bei genauerer Betrachtung handle es sich aber um eine "Mischung aus alten und unausgegorenen Vorschlägen". So sei die Ankündigung von Ganztags-Betreuung ohne Finanzierungszusagen durch den Bund "unseriös und unglaubwürdig", sagte Brosz.
In der Bildungsdebatte dürfe es "insgesamt keine Tabus geben", meinte FPÖ-Bildungssprecherin Rossmann. Sie will aber über weiter gehende Verschärfungen des Lehrer-Dienstrechts nachdenken - wie z.B. die Weiterbildung in den Sommermonaten oder die Anwesenheiten von Lehrern in der Schule auch an zwei, drei Nachmittagen. Damit würden sich auch die Kosten einer zusätzlichen Nachmittagsbetreuung erübrigen, so Rossmann. (apa)
