Samstag, 22. Jänner 2005

"Partei, die nicht kalkulierbar ist": Prokop zeigt sich gegenüber den Grünen skeptisch

  • Überrascht von schwarz-grüner Zusammenarbeit in OÖ
  • Glawischnig: Kein Koalition mit ÖVP inklusive Grasser

Skeptisch gegenüber der FPÖ, aber auch gegenüber den Grünen äußert sich die neue Innenministerin Prokop in einem Zeitungs-Interview. Die Grünen seien "eine Partei, die wirklich nicht kalkulierbar ist", meint sie. Es habe sie überrascht, dass die schwarz-grüne Zusammenarbeit in Oberösterreich "so glatt gegangen ist".

Zum aktuellen Koalitionspartner stellt Prokop in der "Kleinen Zeitung" fest: "In der Regierung brauche ich eine Einstimmigkeit. Daher muss ich mit ihnen arbeiten." Für ihre politischen Vorhaben fänden sich Partner in der FPÖ. Aber: "Die generelle Linie der FPÖ lehne ich manchmal ab." Die Probleme mit der FPÖ lägen "dort, wo ich nicht weiß, ob man sich wirklich auf sie verlassen kann".

Glawischnig äußert sich in den "Oberösterreichischen Nachrichten" zu Schwarz-Grün: "Massive Probleme hätte ich mit Finanzminister Grasser. Mit ihm im Team würde ich keine Regierung bilden." Wenige Probleme hat sie mit Bundeskanzler Schüssel. "Ich versuche immer, mit allen zu verhandeln", meint sie auf die Frage, ob Schwarz-Grün unter Schüssel für sie vorstellbar wäre, "ob es mit ihm geht, werden wir im Ernstfall sehen". (apa)

22.1.2005 10:54