Konsequenz aus PISA-Schlappe: Müssen Lehrer jetzt zur Eignungsprüfung antreten?
- Ministerin Gehrer plädiert eher für ein Einstiegssemester
- VP-Amon fordert tief greifende Reform der Ausbildung
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Zur Verbesserung des Unterrichts in Folge des schlechten Abschneidens Österreichs in der PISA-Studie schlägt ÖVP-Bildungssprecher Amon eine tief greifende Reform der Lehrerausbildung vor. Im Radio forderte er eine mehrteilige Eignungsprüfung für alle angehenden Lehrer. Man diskutiere das, meinte dazu Bildungsministerin Gehrer. Sie plädiert aber eher für ein Einstiegssemester.
"Ich halte es für sehr wichtig, dass man feststellt, ob jemand für den Lehrberuf geeignet ist oder nicht. Das geht aber auch mit Einstiegssemestern", meinte Gehrer. Gleichzeitig verwies sie darauf, dass der Vorschlag mit den Aufnahmeprüfungen nach finnischem Vorbild ursprünglich von SPÖ-Chef Gusenbauer stamme.
Für Eignungstests bereits vor dem Beginn der Lehrer-Ausbildung spricht sich auch die FPÖ aus. Außerdem könne das erste Semester als "Schnuppersemester" in verschiedenen Schulen und Schulstufen gestaltet werden, betonte FPÖ-Bildungssprecherin Rossmann. Außerdem sollten Lehrer für die Oberstufe zusätzlich an den Universitäten weiterführend geschult werden.
Skeptisch zeigt sich die Opposition gegenüber Eignungsprüfungen für Lehrer. Diese schon vor dem Studium durchzuführen, sei nicht zielführend, betonte der Grüne Bildungssprecher Brosz. Das Studium und die praktische Ausbildung würden ja erst die Basis für die Ausübung des Berufs bilden. Durchaus vorstellen kann er sich dagegen praxisnahe Einstiegssemester.
Nicht von vornherein abgelehnt werden Eignungsprüfungen von der SPÖ. In ihrem neuen Bildungsprogramm plädiert die SPÖ zudem für "Hochschulen für pädagogische Berufe", an denen alle Pädagogen ausgebildet werden.(apa)
