Wofür ein Paketdienst alles gut sein kann: Dealer aus Graz ließ sich Drogen zustellen
- Damit 12 kg Marihuana, 110 Ecstasy-Tabletten besorgt
- Die 18 und 19 Jahre alten Täter wurden festgenommen
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Ein in Graz wohnhafter deutscher Staatsbürger hat sich Drogen in größerem Umfang via Paketdienstservice zustellen lassen. Wie es in einer Mitteilung der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Drogen der Grazer Polizei am Dienstag hieß, soll der 18-Jährige über diesen Weg zwölf Kilogramm Marihuana, 30 Gramm Speed und 110 Stück Ecstasy im Straßenverkaufswert von 123.000 Euro bezogen haben. Der Empfänger und sein 19-jähriger Komplize wurden festgenommen.
Die beiden beschäftigungslosen Männer haben sich laut Polizei im Sommer 2004 in Graz kennen gelernt. Der Deutsche, der das Suchtgift aus dem norddeutschen Raum bezog, bestellte das Suchtgift in Berlin und ließ es in Paketen zwischen 150 und 2000 Gramm von einem Paketdienstservice nach Graz liefern. Hier belieferte er vorwiegend einen 19-jährigen Steirer, der seit November in den Straßenverkauf eingestiegen war. Beide versorgten rund 40 Suchgiftkonsumenten in Graz, Fürstenfeld, Bruck a.d. Mur, Knittelfeld und Zeltweg.
Die beiden Dealer konnten nun im Zuge von Ermittlungen der Gruppe Drogen und der Gendarmerieposten Knittelfeld und Judenburg ausgeforscht und festgenommen werden. Dabei wurde eine geringe Suchtgiftmenge und ein vermutlich aus dem Suchtgiftverkauf stammender höherer Bargeldbetrag sichergestellt. Die Verhafteten sind geständig. Sie wurden nach den Einvernahmen in die Justizanstalt Graz Jakomini überstellt. Gegen weitere Personen in Deutschland und in der Steiermark wird noch ermittelt.
(apa/red)
