Zivildienst reformieren: Mehrheit ist für eine Gleichstellung mit dem Wehrdienst
- 82 Prozent der Österreicher sind für eine Verkürzung
- 59 Prozent auch für Reduktion des Wehrdienst
Eine Mehrheit der Österreicher spricht sich dafür aus, die Zivildienst-Dauer an die Dauer des Wehrdienstes anzugleichen. Sollte der Wehrdienst verkürzt werden, sprachen sich bei einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "market" 82 Prozent für eine Verkürzung aus.
Insgesamt 400 für die Gesamtbevölkerung repräsentativ ausgewählte Personen befragte "market" Anfang Jänner telefonisch zur Dauer von Wehr- und Zivildienst. Dabei sprachen sich 52 Prozent dafür aus, dass - sollte der Wehrdienst auf sechs Monate verkürzt werden - der Zivildienst zeitlich gleichgestellt werden sollte. Weitere 30 Prozent traten für eine Verkürzung des Zivildienstes auf acht Monate ein. 13 Prozent meinten, die Dauer des Zivildienstes sollte bei zwölf Monaten bleiben. Bei diesen handelt es sich in erster Linie um Personen, die sich generell gegen eine Verkürzung der Wehrpflicht aussprechen.
Eine Verkürzung der derzeit achtmonatigen Wehrpflicht wird von 59 Prozent befürwortet. 32 Prozent sind für eine Beibehaltung. Sieben Prozent ist die Dauer "egal". Statistisch signifikante Unterschiede gibt es nach dem Wohnort der Befragten: Überdurchschnittlich hoch die Ablehnung einer Verkürzung bei der Landbevölkerung und bei Bewohnern in Südösterreich. (apa)
